Zeit 23.03.2026
19:15 Uhr

(+) SPD: Murren nach innen, Schweigen nach außen


Rheinland-Pfalz verloren, Führung ausgelaugt – die Situation der SPD ist katastrophal. Doch niemand wagt den Aufstand. Und nun droht noch Ärger um Reformen mit der Union.

(+) SPD: Murren nach innen, Schweigen nach außen
Am Tag nach der Wahl in Rheinland-Pfalz klingt die SPD, als sei sie es, die die Republik gerade vor dem Zusammenbruch bewahrt. Es sei wichtig, das Land in der aktuellen Lage nicht mit Personaldebatten "lahmzulegen", sagt Co-Vorsitzende Bärbel Bas im Willy-Brandt-Haus. Man wolle die zweitgrößte Regierungspartei jetzt nicht "in ein Chaos stürzen", ergänzt Vizekanzler Lars Klingbeil. Und deswegen, erklären die beiden, treten sie trotz der Niederlage bei der Landtagswahl nicht von ihren Ämtern zurück. Der Erfolg der CDU in Rheinland-Pfalz – nach 35 Jahren SPD-Regentschaft – ist für die Sozialdemokraten eine Katastrophe. Der bisherige SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer galt als starker Kandidat und führte einen fehlerfreien Wahlkampf. Den Sieg der CDU schreiben viele Beobachter der Abwärtsspirale der SPD im Bund zu. Verbunden mit der krachenden Niederlage in Baden-Württemberg vor zwei Wochen stehen Klingbeil und Bas so stark unter Druck wie noch nie.