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27.03.2026
05:26 Uhr
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Eine exklusive Umfrage legt nahe: Mit Riester fürs Alter sparen? Machen nur wenige. Wie die Deutschen stattdessen vorsorgen. Und warum junge Menschen ein Problem haben.

Der Bundestag soll an diesem Freitag abschließend über die Reform der Riester-Rente beraten. Doch auf ein neues staatliches Angebot haben viele Deutsche offenbar gar nicht gewartet: Sie sparen längst selbst – mit Aktien, Immobilien oder Tagesgeld – und bleiben skeptisch gegenüber neuen Vorsorgeprodukten. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM), ehemals GfK, hervor, die der ZEIT exklusiv vorliegt. Befragt wurden 1.026 Erwachsene im Alter von 18 bis 74 Jahren. Demnach ist eigenständiges Investieren beliebter als die staatlich geförderte Altersvorsorge: 25 Prozent der Befragten geben an, ohne Riester-Vertrag selbst mit Aktien, ETFs oder Fondssparplänen für den Ruhestand zu sparen. Die klassische Riester- oder Rürup-Rente hingegen kommt nur noch auf 14 Prozent. Die staatlich geförderte private Altersvorsorge, die vor gut 20 Jahren als Hauptbestandteil einer neuen Rentenpolitik eingeführt wurde, ist damit von Produkten überholt worden, die komplett ohne die Vorgaben des Gesetzgebers funktionieren.