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22.03.2026
20:28 Uhr
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Für die SPD ist das Signal aus Rheinland-Pfalz verheerend: Nicht einmal mit einem charismatischen Spitzenkandidaten kann sie gewinnen. Im Bund erhöht das den Druck.

Bislang gab es in Rheinland-Pfalz eine Prophezeiung. Sie hat sich bei den Landtagswahlen 2016 und 2021 erfüllt und sollte, so die Erwartung vieler, auch 2026 eintreten. Sie lautete: Egal, wie lange die CDU in den Umfragen führt, selbst wenn sie drei Jahre lang vorn liegt, am Ende gewinnt die SPD. Nicht, weil Rheinland-Pfalz eine typische Hochburg der Sozialdemokratie wäre. Das Bundesland ist konservativ, ländlich geprägt, überwiegend katholisch. Bei den Kommunalwahlen und Bundestagswahlen liegt die CDU in der Regel vorn. Aber es gab einen anderen Faktor, der für die Rheinland-Pfälzer seit Jahrzehnten wahlentscheidend war: das Vertrauen in die Person an der Spitze.