Zeit 07.08.2026
13:26 Uhr

(+) Konstantin von Notz: »Falls ein Staat die Strippen zieht, wäre das Staatsterrorismus«


Die Bundesregierung muss Russland als Drahtzieher des Drohnenvorfalls benennen, fordert der Grünenpolitiker Konstantin von Notz. Stattdessen hinke sie der Lage hinterher.

(+) Konstantin von Notz: »Falls ein Staat die Strippen zieht, wäre das Staatsterrorismus«
Konstantin von Notz, 55, ist stellvertretender Fraktionschef der Grünen sowie stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das die Nachrichtendienste des Bundes kontrolliert. DIE ZEIT: Herr von Notz, Sie kommen gerade von einer Unterrichtung der Obleute der Fraktionen durch das Innenministerium. Gibt es neue Erkenntnisse zum Fall der Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen? Konstantin von Notz: Es gibt unverändert großen Aufklärungsbedarf. Wie und von wem wurde die Drohne gesteuert und gelenkt? Wie viele Drohnen waren überhaupt im Einsatz, eine zweite oder gar ein ganzer Drohnenschwarm? Das ist noch offen. Eindeutig ist hingegen: Der Vorgang ist eine klare Eskalation mit Blick auf sehr ernst zu nehmende Angriffe auf Deutschland, die wir bereits seit Jahren sehen. Zahlreiche Menschen hätten hier zu Schaden kommen können.