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05.10.2026
14:50 Uhr
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Die Fotografin Desiré van den Berg zeigt Bilder aus einem Land zwischen Aufbruch und Brauchtum, in dem die Berge ewig und die Herzen offen sind.

Seligkeit kann man offenbar auch an einer brachliegenden Tankstelle im kirgisischen Hinterland finden. »Zwei Stunden habe ich einfach bei dieser Ruine gesessen, zugeschaut, wie Dorfkinder im magisch orangen Licht des Sonnenuntergangs spielten, während sich die Berge violett färbten«, erzählt Desiré van den Berg. Die 1991 im niederländischen Zaanstad geborene Fotografin verbrachte insgesamt drei Wochen in Kirgistan. Zu Beginn eher als neugierige (fototechnisch sehr gut ausgerüstete) Touristin, ohne Projektplan. Van den Berg hat zeitweise in Hongkong gelebt, um Chinesisch zu studieren, und ihre Liebe zur Fotografie mit Anfang 20 auf Reisen nach Vietnam und auf die Philippinen entdeckt – sie hat also eine Affinität zu Asien. Aber Zentralasien? Kirgistan? Unbekannt. »Ich fand es irre, wie wenig wir im Westen über diese Region wissen.« Dabei boomt Kirgistan als Reiseziel, das landeseigene Tourismusministerium sprach zuletzt von acht Millionen jährlichen Besuchern, bei einer Bevölkerung von 7,4 Millionen.