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25.03.2026
11:01 Uhr
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Die junge Generation ist frustriert, zieht sich zurück und die AfD gilt vielen als normal: Das zeigt die neue Jugendstudie. Und: Jeder Fünfte plant, auszuwandern.

Fast jeder dritte junge Mensch hat das Gefühl, psychische Behandlung zu benötigen; jeder Fünfte plant, das Land zu verlassen. Und bei den Sorgen und politischen Präferenzen zeigen sich große Geschlechterunterschiede: Das geht aus einer neuen Jugendstudie "Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck" hervor. Ein Gespräch mit Studienleiter Simon Schnetzer über eine Generation zwischen Leistungsbereitschaft und Perspektivlosigkeit DIE ZEIT: Herr Schnetzer, zieht es die junge Generation zu den politischen Rändern? Simon Schnetzer: Ja, das können wir bei den 14- bis 29-Jährigen, die wir befragt haben, eindeutig feststellen. Etwas anders als bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, bei der die AfD bei jungen Wählern am stärksten abschnitt, erfährt in unserer Studie die Linke die größte Zustimmung, besonders bei jungen Frauen. Junge Männer unterstützen überdurchschnittlich häufig Parteien am rechten Rand.