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24.03.2026
17:11 Uhr
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Wir verstehen Sucht meist als Krankheit, den Süchtigen als hilflos. Die Philosophin Hanna Pickard hat eine andere Antwort – und die beginnt mit einem Käfig voller Kokain.

Wir leben in Zeiten, die uns einiges Kopfzerbrechen bereiten. Deshalb fragen wir in dieser Serie, was interessante Köpfe gegenwärtig bedenkenswert finden. Heute antwortet die Philosophin Hanna Pickard, die als Professorin an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore lehrt und ein Buch über die Philosophie der Sucht veröffentlicht hat. DIE ZEIT: Hanna Pickard, stellen Sie sich vor, Sie wären allein in einem Käfig mit nichts außer Kokain. Was würden Sie tun? Hanna Pickard: Ich würde vermutlich eine Menge Kokain ziehen – und Sie?