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25.03.2026
09:48 Uhr
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Gegründet im Chaos der ersten Intifada, groß geworden im Schatten israelischer Duldung: Wie die Hamas aus einer Moscheenbewegung zur brutalen Terrororganisation wurde.

Ein Drohnenvideo der israelischen Armee von Mitte Oktober 2024 zeigt den Flug in ein halb zerstörtes Haus in Rafah im Gazastreifen. Die Drohne steuert über Schutt und abgerissene Kabel auf eine gepolsterte Sitzgruppe zu. In einem Sessel sitzt ein Mann, das Kopftuch ins Gesicht gezogen. Seinen rechten Arm scheint er nicht bewegen zu können. Er fixiert das Fluggerät und schleudert mit der Linken etwas unbeholfen eine Holzlatte danach. Der Mann heißt Jahia Sinwar. Er ist der Chef der Hamas, der Drahtzieher des Massakers vom 7. Oktober 2023. Kurz darauf wird er bei einem Feuergefecht erschossen.