|
24.03.2026
17:42 Uhr
|
Der Bundespräsident kritisiert Donald Trump scharf und wirft ihm einen Bruch des Völkerrechts vor. Warum das richtig ist – aber der deutschen Iranpolitik wenig hilft

Jetzt schaltet sich also auch das Staatsoberhaupt in die Debatte ein: Frank-Walter Steinmeier nennt den Krieg Israels und der USA gegen den Iran "völkerrechtswidrig", daran gebe es "wenig Zweifel". Beim Festakt zum 75-jährigen Bestehen des Auswärtigen Amts sagte der Bundespräsident: Die Begründung des Kriegs "mit einem unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die USA" trage nicht, darauf hätten sogar amerikanische Dienste hingewiesen. Wow. Auf andere Begründungen (und es gibt weiß Gott viele) geht Steinmeier nicht ein – nicht auf die Zerstörung des ballistischen Raketenprogramms; nicht auf Israels Angst vor der Unumkehrbarkeit des iranischen Atomprogramms; nicht auf die Pläne, das Teheraner Regime einzuhegen, wenn nicht gar zu stürzen.