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28.03.2026
05:24 Uhr
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Schock! Gerade war es noch da, jetzt ist das Rad weg: geklaut. Doch man hatte sich vorbereitet. Dank AirTag lässt es sich orten. Oder? Was die Polizei dazu sagt

Als ich das letzte Mal versuchte, den Schlauch meines vorderen Fahrradreifens zu wechseln, bröselte mir rotbrauner Staub entgegen. Die Felge war bis zur Unkenntlichkeit verrostet. Sie sah aus wie ein Dinosaurierskelett, das Archäologen mit viel akribischer Arbeit hätten freilegen müssen. Ein "sicherheitsrelevanter Schaden", hieß es im Fahrradladen. Lange Zeit habe ich aufgeschoben, mir ein neues Rad zu kaufen. Schließlich, so meine Annahme, würde das in einer Großstadt nach kurzer Zeit sowieso geklaut. Allein im vergangenen Jahr waren es laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) deutschlandweit mehr als 245.000 Räder, das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl der Stadt Freiburg. Mein neues Rad fügte ich dieser Statistik gedanklich hinzu, bevor ich es überhaupt nur probegefahren war. Schließlich schneiden die meisten Fahrradschlösser in Tests bislang eher mau ab. Nichts, was ein Dieb nicht fix aufflexen könnte. Außerdem fehlt manchmal die Möglichkeit, sein Fahrrad an feste Gegenstände anzuschließen.