Zeit 23.03.2026
08:02 Uhr

(+) FDP: Und keiner weint


Die FDP ist bei der Wahl in Rheinland-Pfalz verpufft. Schlimm? Verdient? In jedem Fall unheimlich. Läuft es schlecht, transformiert sie sich jetzt noch ins Tresenhafte.

(+) FDP: Und keiner weint
Am 12. Dezember 1948 wurde die FDP gegründet. Fast 80 Jahre prägte sie die Republik mit. Und am 22. März, bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, ist die Partei untergegangen, nein, nicht untergegangen, sondern verpufft. Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag vor gut einem Jahr, nach dem Scheitern in ihrem Stammland Baden-Württemberg vor zwei Wochen nun also der Doppelrauswurf aus Regierung und Parlament in Mainz. Man kann das schlimm finden oder verdient. In jedem Fall ist dieser Abschied unheimlich. Unheimlich still, unheimlich selbstverständlich, unheimlich gefühllos. Dass sich nicht mal die langjährigen, erbitterten – meist grünen oder roten – Gegner der FDP richtig freuen, das ist für sich schon bemerkenswert. Aber auch jene, die vor Kurzem noch ihre geballte publizistische Macht für eine möglichst starke FDP eingesetzt haben, vergießen keine Träne.