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28.05.2026
07:30 Uhr
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Seit Jahren arbeitet die Regierung an einem Mechanismus, um Bürgern in Krisen direkt Geld aufs Konto zu überweisen. Doch es hakt an immer neuen Problemen.

Die Idee, es jetzt wirklich zu probieren, entstand schon vor vier Jahren, in der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Wie wäre es, wenn der Staat die Möglichkeit hätte, einen beliebigen Betrag an jeden einzelnen Bürger in Deutschland zahlen zu können? Per Knopfdruck aus dem Bundesfinanzministerium direkt aufs Konto – als Entlastung für die hohen Energiepreise? Das klingt nicht sonderlich kompliziert. Ist es aber. In diesem Frühjahr, mit dem Angriff der USA auf den Iran und den sprunghaft angestiegenen Benzinpreisen, erinnerte man sich in Berlin an die schöne Idee. Gab es da nicht noch dieses Projekt, für das sich im Verwaltungsdeutsch immerhin schon drei griffige Buchstaben gefunden hatten: DAM, die Abkürzung für den Direktauszahlungsmechanismus? Die Grundidee dafür entstand schon vor dem Ukrainekrieg, als man Geringverdiener mit solchen Zahlungen entlasten wollte von der allmählich steigenden CO₂-Besteuerung. Die Einführung eines solchen Klimageldes schrieb die Ampelkoalition sogar in ihrem Koalitionsvertrag fest. Und was ist daraus geworden?