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23.03.2026
16:57 Uhr
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Die Linke ist nicht nur bei zwei Wahlen an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Das Ergebnis rüttelt auch am Anspruch, Partei für Arbeiter und Geringverdiener zu sein.

Offiziell tröstet sich die Linke mit den "historisch besten Ergebnissen", die sie bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erzielt hat. Dennoch ist die Enttäuschung bei vielen groß: Hatten die Parteispitzen in Berlin und die Wahlkämpferinnen angesichts des monatelangen Höhenflugs der Linken doch fest mit dem erstmaligen Einzug in beide Parlamente gerechnet. Am Ende blieb die Linke in beiden westdeutschen Flächenländern mit jeweils 4,4 Prozent deutlich unter der Fünfprozent-Hürde. Weil sie nicht in die Landtage einziehen, verpassen beide Landesverbände auch die Chance, weiteres Personal aufzubauen und sich über die Parlamentsarbeit programmatisch weiterzuentwickeln.