Zeit 24.03.2026
20:22 Uhr

(+) Buckelwal in der Ostsee: Hat der gestrandete Wal noch eine Chance?


In der Lübecker Bucht hängt ein Buckelwal auf einer Sandbank fest. Nun wird die Zeit knapp. Was die Rettung so schwierig macht und die Ostsee zur tödlichen Falle.

(+) Buckelwal in der Ostsee: Hat der gestrandete Wal noch eine Chance?
"Er atmet, brummt ab und zu, und bewegt sich wenig", sagt Carsten Mannheimer, Meeresschützer von Sea Shepherd. Noch bestehe Hoffnung für den gestrandeten Buckelwal, der seit der Nacht zu Montag auf einer Sandbank vor dem Timmendorfer Strand festhängt. Seit Tagen versuchen Meeresbiologen, Feuerwehrleute und Walschützer, das tonnenschwere, gestrandete Tier in der Lübecker Bucht zu befreien. Bislang ohne Erfolg. Der junge Buckelwal hatte sich schon vor Wochen in die Ostsee verirrt. "Es ist denkbar, dass er Heringsschwärmen in die enge und flache Einfahrt zur Ostsee gefolgt ist und seither nicht mehr herausfindet", sagt Lisa Klemens, Meeresbiologin am Deutschen Meeresmuseum im Gespräch mit der ZEIT. Anfang März war das Tier erstmals im Hafen von Wismar gesichtet worden, nachdem er sich in einem Stellnetz verfangen hatte. "Einer unserer Taucher konnte sich damals dem Tier nähern, aber die Reste des Netzes nicht entfernen", sagt Walschützer Mannheimer. Eine Bootscrew von Sea Shepherd konnte den Wal daraufhin aus dem Hafenbecken geleiten. Er war anschließend weiter in Richtung Lübecker Bucht geschwommen und dort nun auf einer Sandbank stecken geblieben. Seither versuchen Feuerwehrleute, Küstenwache und Meeresbiologinnen vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), das vermutlich noch junge Tier zu retten.