Zeit 24.03.2026
19:48 Uhr

(+) Brandanschlag auf Stromnetz in Berlin: Jetzt schlägt der Staat zurück. Ein bisschen


Die Polizei verdächtigt vier Linksextreme, hinter einem Blackout in Berlin zu stecken. Nun kam es zu einer Großrazzia. Viele Spuren der Gruppe führen nach Bayern.

(+) Brandanschlag auf Stromnetz in Berlin: Jetzt schlägt der Staat zurück. Ein bisschen
Am Dienstagvormittag zückt die Polizei also ihr "großes Besteck", wie Einsatzführer sagen. 500 Beamtinnen und Beamte rücken zur Razzia aus, allein in Berlin fahren an 14 Adressen die Mannschaftswagen vor, in Mitte, in Neukölln, in Treptow-Köpenick, in Kreuzberg. Im Reichenberger Kiez liegt eines der Hauptziele, das Kalabal!k, nach eigenen Angaben eine "anarchistische Bibliothek". Für die Ermittler: ein Nest mutmaßlicher Schwerkrimineller. Zwischen Büchern und politischen Pamphleten, so lautet der Verdacht, sollen sich hier öfter die Mitglieder einer Gruppe von Linksextremisten getroffen und abgesprochen haben. Vier Personen im Alter von 28, 31, 35 und 36 Jahren, zwei Frauen und zwei Männer. Am 9. September 2025 dann, das glauben die Ermittler zu wissen, waren sie es, die ein Feuer an zwei Strommasten in Berlin-Johannisthal legten, um die großen Unternehmen im nahen Technologiepark Adlershof zu treffen. Doch dabei blieb es nicht.