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27.09.2026
20:02 Uhr
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Schon lange wollte unser Autor zu Fuß die Alpen überqueren. Auf einer neuen Route durch vier Länder gerät er ins Grübeln über die Gründe.

Gleich auf der ersten Etappe unserer Alpenquerung erreichen wir einen magischen Punkt. Irgendwo jenseits von 1.883 Metern Höhe. Aus Mittelberg im Allgäu sind wir aufwärtsgegangen. Es war warm, Insektlein schwirrten, Kuhglocken bimmelten, die Berge sahen fantastisch aus. Der Weg wurde schroffer und enger und wand sich um und über den Fels. Der Schweiß floss in genau der richtigen Dosis, so, dass die Maschine sich eingelaufen anfühlte, und so, dass es noch ewig hätte weitergehen können. Auf der Terrasse einer Hütte gab es Johannisbeerschorle und mitgebrachten, taschenmesserportionierten Kräuterkäse. Blick hinunter ins Tal, Blick weiter hinauf, Blick auf meine Reisebegleiterin – sie strahlte über all das, und genau für diese Art Stimmung hatten wir diese neue Vier-Länder-Alpenquerung geplant: Im Internet klang sie nach leichten Wegen, Genuss und Komfort sechs Tage lang – insgesamt nur 78 Kilometer in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Eine knappe Woche hübscher, eher gemütlicher Spaziergänge.