Zeit 09.10.2026
09:36 Uhr

(+) Aktienmärkte : Die Aktienmärkte hängen an einem seidenen Faden


Staaten verschulden sich zu immer höheren Zinsen. In der Vergangenheit war das schlecht für Aktien. Heute scheinbar nicht. Doch die aktuellen Rekordstände sind fragil.

(+) Aktienmärkte : Die Aktienmärkte hängen an einem seidenen Faden
An den Finanzm\u00e4rkten gibt es ein paar Zusammenh\u00e4nge, die von Anlegern fast wie Naturgesetze betrachtet werden. Einer davon lautet: H\u00f6here Zinsen auf Staatsanleihen, insbesondere solche der Vereinigten Staaten, sind schlecht f\u00fcr Aktien. Warum? Weil Investoren davon ausgehen, dass ein Land wie die USA mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit seine Schulden begleicht, wenn sie ihm Geld leihen. Und dieses Land zahlt gerade 5,3 Prozent Zinsen auf zehnj\u00e4hrige Staatsanleihen. F\u00fcr eine nahezu sichere Rendite von f\u00fcnf Prozent verkaufen Fondsmanager gerne mal ein paar riskantere Aktien und leihen den Erl\u00f6s dem vermeintlich besten Schuldner der Welt. Die Rendite der zehnj\u00e4hrigen US-Staatsanleihen ist so etwas wie der Gradmesser daf\u00fcr, was an (fast) risikofreier Rendite am Finanzmarkt m\u00f6glich ist. Derzeit steigen nicht nur die amerikanischen Anleiherenditen, sondern auch die vieler L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union.