Welt 08.07.2026
16:46 Uhr

Zwei Mädchen an Gymnasium schwer verletzt – Polizei nimmt 16-Jährigen fest


Bei einer Gewalttat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt worden. Ein 16-Jähriger wurde festgenommen. Der Täter soll sowohl ein Messer, als auch eine Schusswaffe dabei gehabt haben.

Zwei Mädchen an Gymnasium schwer verletzt – Polizei nimmt 16-Jährigen fest

Bei der möglichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind laut einer Polizeisprecherin mindestens zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt worden. Die beiden seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin. Wie die Polizei mitteilte, befinden sich die beiden Mädchen mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um Schülerinnen des Gymnasiums. Unklar ist, ob es weitere Verletzte gibt. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Es handelt sich laut Ermittlern um einen 16-Jährigen. Die Tatwaffe sei ein Messer gewesen. Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit. Sie werden – wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte – psychologisch betreut. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Welfen-Gymnasium im Einsatz sei. Die Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden. Für Angehörige und Eltern von Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet. Bayerns Innenminister: Täter hatte auch Schusswaffe dabei Der festgenommene Täter war nach Worten von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auch mit einer Schusswaffe bewaffnet. „Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war“, sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee. Wie Herrmann sagte, war der 16 Jahre alte Kroate, der den Angaben zufolge bei seinen Eltern lebte, in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Es gebe Hinweise darauf, dass es sich um einen ehemaligen Schüler handeln könnte und er möglicherweise schon in der Vergangenheit durch Drohungen aufgefallen sei, so Herrmann. Einen weiteren Täter gibt es nach Worten Herrmanns nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweilig habe es zwar entsprechende Gerüchte gegeben, sagte er. Dafür gebe es aber keine belastbaren Hinweise. Waffe versagte nach einem Schuss Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) habe der Tatverdächtige einen Schuss abgegeben – dann habe die Waffe versagt. „Der Täter hat sich dem Gymnasium mit einer Schusswaffe genähert, hat einen Schuss abgegeben, der niemanden verletzt hat“, sagte Dobrindt am Abend in Schongau – die Stadt liegt in seinem Bundestagswahlkreis. „Anschließend hat die Schusswaffe versagt, so dass keine weiteren Schüsse abgegeben werden konnten.“ Dann habe der Täter Messer gezogen. Lehrkräfte und Polizei hätten den Täter wenig später überwältigt und gestoppt. Laut Dobrindt waren die beiden Mädchen zufällige Opfer. „Die beiden Opfer, die schwerstverletzten Mädchen, sind nach unserer Einschätzung zufällige Opfer, die in dem Moment in seine Schreckensbahn gekommen sind“, sagte Dobrindt. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht nach dem Vorfall in Schongau von einer Amoktat. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau“, sagte Söder und betonte: „Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern.“ Söder dankte „allen, die jetzt Hilfe leisten und füreinander da sind“. Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern.