Beim Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Zug im belgischen Buggenhout hat es nach Angaben des belgischen Innenministers Bernard Quintin mehrere Opfer gegeben. Das berichten übereinstimmend belgische Medien und die Nachrichtenagentur AFP. Demnach wurde ein Kleinbus, der als Schulbus diente, an einem Bahnübergang von einem Zug erfasst. In dem Fahrzeug sollen sich sieben Kinder, der Fahrer sowie eine erwachsene Begleitperson befunden haben. Belgische Medien wie der öffentlich-rechtliche Sender VRT (verlinkt auf https://www.vrt.be/vrtnws/nl/liveblog/meerdere-doden-bij-aanrijding-tussen-trein-en-busje-in-buggenh~1779780387016/) berichteten unter Berufung auf mehrere Quellen von mindestens vier Todesopfern. Eine offizielle Bestätigung lag jedoch noch nicht vor. Der Unfall ereignete sich am Dienstag gegen 8.15 Uhr an einem Bahnübergang in der ostflämischen Gemeinde Buggenhout. Wie das Unglück passieren konnte, ist noch nicht geklärt. Nach Angaben des belgischen Schienennetzbetreibers Infrabel waren die Sicherungsanlagen zum Zeitpunkt des Unglücks aktiv. „Die Schranken waren unten und die Lichter standen auf Rot“, erklärte das Unternehmen der Zeitung „de Standaard“ (verlinkt auf https://www.standaard.be/binnenland/meerdere-gewonden-nadat-schoolbus-werd-aangereden-door-trein-aan-overweg-in-buggenhout-het-is-een-drama/153262461.html) . Der Zug aus Brügge näherte sich dem Bahnhof Buggenhout und hatte bereits begonnen abzubremsen, da der Bahnhof nur etwa einen Kilometer entfernt lag. Dennoch sei der Aufprall „extrem heftig“ gewesen, erklärte Infrabel-Sprecher Frédéric Sacré. Der Lokführer habe noch versucht, eine Notbremsung einzuleiten, dies sei jedoch zu spät gewesen. Der Schulbus wurde durch die Kollision auf die Seite geschleudert und kam auf der Fahrbahn zum Stillstand. Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Die Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Eine Person musste laut Bürgermeister Geert Hermans noch am Unfallort reanimiert werden. Die Gemeinde rief den Katastrophenfall aus. Bürgermeister Hermans sprach von einem „Drama“. „Ich bin völlig erschüttert. Ein Schulbus wurde von einem Zug erfasst. Wie das passieren konnte, ist noch nicht klar“, sagte er. Auch nach seinen Angaben fuhr der Kleinbus trotz geschlossener Schranken und aktiver Warnlichter auf die Gleise. Im Zug selbst wurde niemand verletzt. Nach Angaben der belgischen Bahn NMBS befanden sich rund 100 Fahrgäste an Bord. Sie wurden evakuiert und in Sicherheit gebracht. Ein Reisender erlitt jedoch einen Schock. Der Zugverkehr zwischen Dendermonde und Londerzeel wurde unterbrochen, Ersatzbusse wurden eingesetzt. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich viel Kraft“, erklärte der belgische Innenminister Bernard Quintin auf X. Dieser Text wird fortlaufend aktualisiert.