Welt 18.09.2026
21:29 Uhr

„Weitere Fake-News-Medien folgen“ – Trump verbietet CNN, „Politico“ und MSNow Zugang zum Weißen Haus


CNN sowie MSNOW und „Politico“ sollen künftig von Presse-Veranstaltungen im Weißen Haus ausgeschlossen bleiben. US-Präsident Donald Trump gab die Entscheidung auf seiner Plattform Truth Social bekannt.

„Weitere Fake-News-Medien folgen“ – Trump verbietet CNN, „Politico“ und MSNow Zugang zum Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW – ehemals MSNBC – sowie der Plattform Politico (das wie WELT zu Axel Springer gehört) den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft (verlinkt auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/117293599348325006) . „Weitere Fake-News-Medien werden folgen“, fügte er hinzu. Eine genauere Begründung für das Verbot nannte Trump nicht, erklärte aber, dass „Medien nicht in der Lage sein sollten, permanent Erfindungen und Lügen zu verbreiten, wenn sie über den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Trump-Regierung oder die Vereinigten Staaten berichten“. Die genauen Auswirkungen der Ankündigung waren zunächst unklar. Politico reagiert auf der Plattform X mit folgendem Statement (verlinkt auf https://x.com/politicopress/status/2101060630254137735?s=46) : „Politico wird auch weiterhin fair über diese Regierung des Weißen Hauses und künftige Regierungen berichten. Wir werden unsere durch den Ersten Verfassungszusatz (First Amendment) garantierten Rechte entschlossen gegen jeden Versuch der Einschränkung verteidigen. Die Behauptungen, Politico habe staatliche Subventionen erhalten, sind falsch und wurden bereits umfassend widerlegt.“ Trump attackiert immer wieder Journalisten oder Medien, deren Berichterstattung ihm missfällt, ob vor Gericht, auf seiner Plattform Truth Social oder im direkten Gespräch mit Journalisten. Der US-Nachrichtenagentur Associated Press untersagte er im vergangenen Jahr den Zutritt zu einigen Veranstaltungen, nachdem diese sich geweigert hatte, den „Golf von Mexiko“ wie von Trump per Dekret angeordnet „Golf von Amerika“ zu nennen. Viele Bürger sind unzufrieden mit Trumps Politik, seine Beliebtheit schrumpft wegen der hohen Lebenshaltungskosten und dem Anstieg der Benzinpreise. Viele US-Bürger kritisieren auch seine Entscheidung, einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, dessen Ausgang ungewiss ist. Am 3. November finden die wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress statt, die nach der Hälfte der Amtszeit des Präsidenten abgehalten werden. Trumps Republikanern droht dabei vor allem im Repräsentantenhaus eine Niederlage. Sollten die Demokraten gewinnen, wollen sie zahlreiche Vorhaben Trumps blockieren und ein weiteres Amtsenthebungsverfahren einleiten.