Paula Schwarz, 36, hadert mit ihrer Rolle als Millionenerbin. „Als Erbe bekommt man beigebracht, nett auszusehen und bei Dinnerpartys einen guten Eindruck zu hinterlassen“, sagte sie dem „ Spiegel (verlinkt auf https://www.spiegel.de/wirtschaft/paula-schwarz-warum-diese-frau-durch-ihr-millionenerbe-ungluecklich-wurde-a-5ef0b2a7-e47c-4eba-9fad-70f476f66d93) “. „Was vielen nicht beigebracht wird, ist, zu arbeiten und eigenständig zu denken. Das kann zu psychischen Problemen führen, weil der Einzelne das Gefühl hat, dass er sein Leben nicht steuern kann.“ Schwarz’ Großvater hatte nach dem Zweiten Weltkrieg den Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma gegründet. 60 Prozent waren im Besitz der Familien Schwarz und Schwarz-Schütte. Auch ihr Vater Kurt Schwarz hielt Anteile und saß im Aufsichtsrat. 2006 kaufte der belgische Konzern UCB das Unternehmen. „Viele Leute würden mir den Arsch küssen, weil sie mein Geld haben wollen oder weil ich Schwarz heiße“, sagte Schwarz dem „Spiegel“. In den vergangenen Jahren hatte Schwarz ihre Familie öffentlich kritisiert. Inzwischen tritt sie als Unternehmerin und Netzwerkerin auf und berät unter anderem Familienunternehmer. „Geld bekommt nur einen Wert, wenn man damit etwas Sinnvolles macht“, sagte sie.