Nach massivem öffentlichen Druck hat US-Präsident Donald Trump die geplante Liveübertragung einer Hinrichtung durch das US-Militär abgesagt. Trump erklärte am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social (verlinkt auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/117445309638266855) , der Amokläufer Nidal Hasan werde „wie vorgesehen durch ein Erschießungskommando sterben, aber dieses Ereignis wird nicht übertragen“. Der vom Pentagon angekündigte Livestream war sowohl in den Reihen von Trumps Republikanern als auch international auf Empörung gestoßen. Zur Begründung erklärte Trump, dass „viele sehr gute und wohlmeinende Menschen lieber nicht zusehen, wie er stirbt – weder per Live-Stream noch über andere visuelle Medien“. Unter anderem Vizepräsident J.D. Vance (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/vance-j-d/) hatte erklärt, er werde sich die Hinrichtung nicht anschauen. Trump schrieb weiter, er habe das Für und Wider abgewogen: „Ich denke, die öffentliche Übertragung der Hinrichtung hätte eine starke abschreckende Wirkung haben können, damit die Welt sieht, wie Amerika mit Terroristen und Abschaum wie Hasan umgeht. Aber viele sehr gute und gutmeinende Menschen möchten seinen Tod lieber nicht mit ansehen – weder per Livestream noch über irgendein anderes visuelles Medium.“ Familienangehörige der Opfer könnten die Exekution aber persönlich verfolgen, sofern sie dies wünschten. Der frühere Armeepsychiater Hasan hatte 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen und war deshalb zum Tode verurteilt worden. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte die Liveübertragung der für den 3. Dezember geplanten Exekution vergangene Woche angekündigt. Der 56-jährige Hasan wäre der erste Mensch seit 1945, der durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet wird.