Welt 29.03.2026
10:31 Uhr

„Tod eines Kindes macht fassungslos“ - 40-Jähriger soll vor Haftrichter


Ein 13-jähriger Junge ist tot, Schwester und Mutter sind schwer verletzt – verdächtigt wird der Vater: Die Bluttat innerhalb einer Familie hat die Anwohner schockiert. Wittens Bürgermeister spricht aus, was viele denken.

„Tod eines Kindes macht fassungslos“ - 40-Jähriger soll vor Haftrichter

Nach dem tödlichen Messerangriff von Witten (Nordrhein-Westfalen) (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article69c7b7f304eeb30f4b107db7/witten-kind-durch-messerstiche-getoetet-mutter-und-schwester-schwer-verletzt-vater-festgenommen.html) soll der tatverdächtige Vater einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine 38-jährige Frau und ihre Kinder – ein 9-jähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge – waren am Samstag mit einem Messer schwer verletzt worden. Der Junge starb kurz danach. Mutter und Tochter waren am Sonntag nicht mehr in Lebensgefahr. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum, Jan Finke, der Deutschen Presse-Agentur. Beide würden noch immer im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt, seien aber stabil, hieß es. Der 40 Jahre alte Vater wurde nach der Tat festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe stellten die Ermittler ebenfalls sicher. Der Bereich um das Mehrfamilienhaus wurde am Samstag weiträumig abgesperrt. Ermittler sicherten am Tatort Spuren. Auch der Rettungsdienst war mit Notfallseelsorgern im Einsatz. Bürgermeister: „Tod eines Kindes macht fassungslos“ Das Motiv ist weiter unklar. Der Verdächtige ist laut Polizei bislang nicht auffällig geworden. Psychische Probleme sind nicht bekannt. Der Tatverdächtige und seine Familie haben den Ermittlern zufolge die deutsche Nationalität. Zu den Hintergründen der Tat macht die Polizei derzeit keine weiteren Angaben. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen. Es wurde eine Mordkommission eingerichtet. Der Tatverdächtige befindet sich noch in Polizeigewahrsam. Die Stadt Witten zeigte sich schwer betroffen von der Bluttat. „Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos“, erklärte Bürgermeister Dirk Leistner laut einer Mitteilung. Und: „Wir wünschen den Verletzten von Herzen Kraft und eine schnelle Genesung.“ Zudem dankte er den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten für ihre Arbeit. Die Stadt bittet zudem darum, Rücksicht auf die Betroffenen und deren Angehörige zu nehmen und auf Spekulationen zu verzichten.