Welt 10.08.2026
13:08 Uhr

Reichinnek kontert „Spiegel“-Artikel und postet unter „Mein Männerproblem“ vier Unions-Gesichter


Ein Text des Nachrichtenmagazins beschreibt Heidi Reichinneks „Männerproblem“ – die Linke-Politikerin kontert mit Instagram-Witzen und einer Auswahl Männergesichter aus der Union.

Reichinnek kontert „Spiegel“-Artikel und postet unter „Mein Männerproblem“ vier Unions-Gesichter

Ein „Spiegel“-Artikel (verlinkt auf https://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-linke-in-sachsen-anhalt-warum-heidi-reichinnek-ein-maenner-problem-hat-a-4d099e71-a958-4829-8956-acd1cc6a66f5) adressiert Heidi Reichinneks „Männerproblem“. Redakteur Marc Röhlig hatte bei Wahlkampfveranstaltungen beobachtet, dass sich insbesondere jüngere Frauen und ältere Damen für Fotos mit der Linke-Politikerin anstellten. Männer seien hingegen kaum präsent. „Was tut die Linke gegen ihre Schwäche bei Männern?“, fragte er. „Die Antwort erstaunt: nicht viel.“ Weder die Partei im Allgemeinen noch Reichinnek im Speziellen planten eine gezielte Ansprache von Männern im Zuge der Wahlen in Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin sagte die Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion: „Ich spreche das Ohnmachtsgefühl vieler Ostdeutscher an.“ Das sei keine geschlechtsspezifische Erfahrung. Auf Instagram reagierte Reichinnek eine Spur flapsiger auf die Berichterstattung. „Dreist. Einfach auch (!) mal Frauen in den Mittelpunkt der Politik stellen. So geht’s natürlich nicht“, schrieb sie ironisch als Reaktion auf den „Spiegel“-Beitrag. „Außerdem spreche ich auch viele queere Mäuse an! Liebe euch alle.“ Bei der Linken sei für jeden etwas dabei – „vor allem soziale Politik“. Das Geschlecht sei dabei egal. In einer weiteren Instagram-Story titelte sie „Mein Männerproblem“ und fügte Fotos der Unionspolitiker Friedrich Merz, Markus Söder, Carsten Linnemann und Jens Spahn hinzu. Im vergangenen Jahr hatten 35 Prozent der Frauen im Alter unter 25 Jahren bei der Bundestagswahl (verlinkt auf https://www.fes.de/themen/gender/die-polarisierung-der-geschlechter) die Linke gewählt. In derselben Altersgruppe votierten nur 16 Prozent der Männer für die Partei. Dem gegenüber standen 27 Prozent der jungen Männer und 15 Prozent der jungen Frauen, die sich für die AfD entschieden haben.