Welt 23.03.2026
14:38 Uhr

Putin gesteht Einbruch russischer Wirtschaft zu Jahresbeginn ein


Den westlichen Sanktionen hat Russland lange recht gut standgehalten. Nun gibt allerdings auch Präsident Wladimir Putin wirtschaftliche Probleme zu. Als eine Ursache nennt er die Anzahl an Feiertagen.

Putin gesteht Einbruch russischer Wirtschaft zu Jahresbeginn ein

Russlands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg offiziellen Angaben zufolge ins Minus gerutscht. „Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr“, sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung. Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Während er dies mit der größeren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025 erklärte, forderte er zugleich von der Regierung entschiedene Maßnahmen, um „auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren“. Putin hat im Februar 2022 den Angriff auf die Ukraine befohlen. Den darauffolgenden Sanktionen des Westens konnte die russische Ökonomie nach der Umstellung auf eine Kriegswirtschaft lange relativ gut widerstehen – auch weil die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts vom staatlich finanzierten Rüstungssektor angetrieben wurden. Dass Russland Wirtschaftszahlen schönt wie andere Staaten auch, wird von Experten nicht prinzipiell ausgeschlossen. Anzeichen einer Krise machten sich bereits im vergangenen Jahr in zivilen Sektoren bemerkbar – und konnten zuletzt dann auch nicht mehr durch steigende Waffenproduktion aufgefangen werden.