Ein Mann hat in Dortmund auf Polizisten geschossen und sich anschließend mit seinen drei Kindern in seiner Wohnung verschanzt. Eine Schussweste habe Schlimmeres verhindert, hieß es von der Polizei. Der Beamte sei nach derzeitigen Erkenntnissen leicht verletzt worden. Die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen der Nachrichtenagentur AFP. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte am Ort des Geschehens habe er am Dienstagabend – vermutlich mit einer Pistole – einen Schuss abgegeben. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der Mann in einer Wohnung im Dortmunder Stadtteil Höchsten Kinder als Geiseln genommen. Die Polizei sprach jedoch ausdrücklich von einer „Bedrohungslage“ – und nicht von einer „Geiselnahme“. Für Unbeteiligte bestehe keine Gefahr. Den Polizeiangaben nach hat eine Frau am Abend den Notruf gewählt. Die Polizei sei mit „vielen“ Beamten vor Ort, auch Spezialeinsatzkräfte seien hinzugezogen worden. Auch eine Verhandlungsgruppe der Polizei war im Einsatz und konnte Kontakt zu dem Täter aufnehmen, wie ein Sprecher sagte. Den Kindern gehe es den Umständen entsprechend gut. Dem Bericht der „Bild“ zufolge hatte der Mann zuvor in einem Dortmunder Restaurant randaliert, Gäste bedroht und Pfefferspray versprüht. Danach sei er mit einem Auto geflüchtet – als die Polizei ihn habe stoppen wollen, habe er offenbar durch die Scheibe geschossen und den Beamten getroffen. Von der Polizei gab es dafür zunächst keine Bestätigung.