Welt 30.09.2026
12:17 Uhr

Polizei nimmt mutmaßlichen IS-Kämpfer in Hessen fest


Nuri A. soll sich 2016 im Irak der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen haben. Er habe an verschiedenen Kampfhandlungen teilgenommen, teilt die Bundesanwaltschaft mit.

Polizei nimmt mutmaßlichen IS-Kämpfer in Hessen fest

Die Bundesanwaltschaft hat in Hessen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Der Mann namens Nuri A. – geboren in Kuwait – soll sich spätestens Anfang 2016 im Irak der Vereinigung angeschlossen und bis ins Frühjahr 2017 als Kämpfer im Einsatz gewesen sein. Er sei dabei „in verschiedenen Einheiten der Organisation“ tätig gewesen, heißt es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft (verlinkt auf https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14981/6361941) . Deutschlands oberste Strafverfolger legen ihm die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zur Last. Beamte des Bundeskriminalamts nahmen den Beschuldigten am Morgen im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg fest. Er wird im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnet und über die Untersuchungshaft entscheidet. In Düsseldorf wurde unterdessen ein mutmaßlicher IS-Kämpfer angeklagt. Dem 30-Jährigen aus Essen wird ebenfalls Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, wie die Anklagebehörde in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt am Dienstagabend mitteilte. Der Iraker soll sich von April bis September 2016 dem IS in einem Heimatland angeschlossen haben. Er habe dabei als Kämpfer in den militärischen IS-Einheiten an Kampfhandlungen teilgenommen. Dafür soll er vom IS insgesamt 840 Dollar an Zahlungen erhalten haben. Der Beschuldigte befindet sich auf freiem Fuß. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Oberlandesgericht Düsseldorf.