Welt 25.07.2026
22:37 Uhr

Polizei bricht CSD-Veranstaltung in Berlin ab – Autofahrer soll in Menschenmenge gefahren sein


Die Abschlusskundgebung des Christopher Street Days vor dem Brandenburger Tor ist vorzeitig beendet worden. Nach Angaben der Polizei soll ein Autofahrer mehrere Menschen angefahren und verletzt haben.

Polizei bricht CSD-Veranstaltung in Berlin ab – Autofahrer soll in Menschenmenge gefahren sein

Die Abschlusskundgebung des Christopher Street Days (CSD) vor dem Brandenburger Tor ist abgebrochen worden. Die Veranstalter riefen die Besucher am Samstagabend auf, das Gelände zu verlassen. Es gebe eine Polizeilage mit mehreren verletzten Personen, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Die Polizei sei mit „starken Polizeikräften im Einsatz“ und fahnde nach möglichen Tatverdächtigen. „Die Verletzten werden aktuell von Rettungskräften behandelt.“ Mutmaßlich sei ein Fahrer mit seinem Fahrzeug in den Tiergarten gefahren und habe mehrere Personen in der Parkanlage verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Laut der „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/news/veranstalter-informiert-csd-in-berlin-abgebrochen-6a651b5afe2765826e0fd3e4) “-Zeitung ereignete sich der Vorfall gegen 22 Uhr auf Höhe der Lennéstraße. Ein Zeuge sagte der Zeitung, ein weißer Transporter sei mit hoher Geschwindigkeit in Menschen gerast. Ein Mann soll aus dem Wagen gestiegen und zu Fuß geflüchtet sein. Die Hintergründe sind noch unklar. „Bitte verlasst das Gelände ruhig und geordnet. Bitte meidet die Siegessäule und den Tiergarten. Verlasst das Gelände Richtung Hauptbahnhof“, teilten die Veranstalter bei Instagram mit. Auf dem großen Bildschirm am Brandenburger Tor stand in Signalfarben das Wort „Evakuierung“. Hunderttausende Menschen nahmen am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum CSD teil. Die Demonstration mit rund 80 Trucks führte bis zur Siegessäule und sollte mit der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor enden. Dort trat unter anderem Sängerin Sarah Connor auf. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivisten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten. Hinweis: Der Artikel wird laufend aktualisiert.