Welt 14.10.2026
09:22 Uhr

„Pferde auf dem Platz, alles war geil“ – das seltsame Urteil des Stürmers zum Skandal-Spiel


Beim Spiel in der ersten Pokalrunde zwischen Mannheim und Kaiserslautern kommt es zu schweren Auseinandersetzungen. Waldhof-Stürmer Terrence Boyd liefert nun eine eigenwillige Bewertung der Geschehnisse.

„Pferde auf dem Platz, alles war geil“ – das seltsame Urteil des Stürmers zum Skandal-Spiel

Diese Aussagen dürften für Diskussionen sorgen: Terrence Boyd hat sich zu den heftigen Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/article6a8896ffc3692834ff6d8c87/dfb-pokal-pyros-platzsturm-polizei-derby-zwischen-kaiserslautern-und-mannheim-eskaliert.html) (0:1 n.V.) im August geäußert – und überrascht mit seiner Sicht auf das Skandal-Derby. Am Rande des Sportlertalks in Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis) sagte der Waldhof-Stürmer gegenüber dem SWR: „Wenn ich diplomatisch antworten würde, würde ich einfach gar nichts sagen. Aus Spielersicht, egal ob Lautern oder Mannheim, war das absolut geil. Diese ganze Atmosphäre – das hat ja alle Erwartungen übertroffen.“ Und weiter: „Aus Spielersicht war das wie der Hogwarts-Express. Also es war absolut geil, weil die Stimmung so energiegeladen war, ob Lauterer oder Waldhöfer!“ Generell fand Boyd, der früher auch für den FCK auf Torejagd gegangen war, das Erlebnis „absolut geil – Pferde auf dem Platz, alles war geil“. Heftige Szenen beim Skandal-Derby Beim 1:0 des FCK (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/fussball/fc-kaiserslautern/startseite-kaiserslautern-31148622.bild.html) in der ersten Pokalrunde (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/fussball/dfb-pokal/home-dfb-pokal-15770866.bild.html) war die Lage auf den Rängen und auf dem Rasen völlig eskaliert. Unter anderem flogen Pyro-Raketen aus dem Lautern-Block direkt auf die Haupttribüne. Zuschauer stürmten den Platz. Nur mit Hundertschaften der Polizei ließ sich die Situation unter Kontrolle bringen. Zeitweise stand sogar ein Spielabbruch im Raum. Am Ende wurde die Partie trotzdem fortgesetzt. Ganz unkritisch sieht Boyd die Ausschreitungen allerdings nicht. Pyrotechnik in Richtung des Familienblocks zu schießen, gehe „zu weit“ – unabhängig davon, welche Fans dafür verantwortlich seien. Seine eigenen Kinder waren beim Pokalspiel nicht im Stadion. Boyd erklärte dazu, man wisse schließlich, „was passieren kann“. Die Folgen der Randale im Stadion: 85 Zuschauer mussten nach der Partie medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Aktuell läuft die Aufarbeitung der Ereignisse in Mannheim auf Hochtouren. Am Dienstag (13. Oktober) befasst sich der Mannheimer Gemeinderat mit den Folgen des Pokalspiels.