Welt 14.08.2026
09:27 Uhr

Niedrigwasser im Rhein legt alte Warnung vor Klimawandel frei


Die historisch niedrigen Pegelstände sorgen für beeindruckende historische Funde: Jetzt ist bei Bonn ein absurdes Schriftstück im ausgetrockneten Flussbett des Rheins aufgetaucht.

Niedrigwasser im Rhein legt alte Warnung vor Klimawandel frei

Wahnsinn, was derzeit alles in den ausgetrockneten Flussbetten zum Vorschein kommt! Neben Schiffswracks, historischem Gerümpel und Knochen (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6a74f578e04765407d9a1d96/niedrigwasser-der-donau-duerre-legt-ueberreste-von-wehrmachtssoldaten-und-motorrad-aus-dem-zweiten-weltkrieg-frei.html) wurde nun ein besonders gruseliger Fund gemacht: An einer Flussanlegestelle in Bonn tauchte ein fast 50 Jahre altes Schriftstück auf. Es handelt sich um die Schlussdeklaration der ersten Weltklimakonferenz von 1979 in Genf. Darin wird eindringlich vor den Folgen eines sich drastisch ändernden Klimas gewarnt und dazu aufgerufen, dass die Menschheit dringend etwas unternehmen müsse, um den Planeten auf Dauer bewohnbar für Wesen mit mehr als einer Zelle zu machen. „Ist ehrlich gesagt kein Wunder, dass das jemand vor fast 50 Jahren in den Rhein geschmissen hat“, sagt der Finder Wilfried Schmitz aus Mehlem, „da stehen ja lauter schaurige Dinge drin! Fürchterlich!“ Behörden unschlüssig Seine Frau sieht die Sache allerdings etwas anders: „Hätte man schon früher gewusst, dass man etwas gegen die Dürre, austrocknende Flüsse, Extremwetter und die Mordshitze unternehmen kann, wäre unser schöner Rhein vielleicht nicht so ausgetrocknet (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article6a796ee60e3689919ec763c8/verband-warnt-rhein-bald-nicht-mehr-durchgaengig-befahrbar.html) “, vermutet Annemie Schmitz. „Schade, dass das erst jetzt aufgetaucht ist, wer weiß, was man alles hätte unternehmen können!“ Die Behörden messen dem in einem Plastikbehälter aufbewahrten Dokument allerdings keinen größeren Wert zu. Man schätze den Fund als verschrobenes Science-Fiction-Werk ein. Die halbleere Öldose und die Autobatterie, die man neben dem Schriftstück gefunden habe, seien vermutlich deutlich relevanter. Umweltministerium will handeln Dennoch hat das Bundesumweltministerium angekündigt, sich des Schriftstücks anzunehmen und es mit besonderer Sorgfalt zu behandeln: Man wolle es nach einer eingehenden Untersuchung exakt dort wieder versenken, wo es herkam – gesetzt der Fall, dass der Rhein irgendwann noch einmal genügend Wasser führt. Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!