Welt 27.03.2026
11:01 Uhr

Nach schwerem Busunfall in Hamburg mit 18 Verletzten – Fahrer weiter in Lebensgefahr


Ein Linienbus prallt in Hamburg frontal gegen einen Baum. Etliche Menschen werden durch die Wucht des Unfalls teils schwer verletzt. Am Morgen danach kämpft der Busfahrer noch immer um sein Leben.

Nach schwerem Busunfall in Hamburg mit 18 Verletzten – Fahrer weiter in Lebensgefahr

Nach einem schweren Busunfall im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord schwebt ein Mensch noch immer in Lebensgefahr. Der Linienbus war laut Polizei am Donnerstag gegen zwei geparkte Autos am Straßenrand gestoßen und schließlich frontal gegen einen Baum geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Front des Busses sehr stark beschädigt. Feuerwehrleute mussten den eingeklemmten 69-jährigen Fahrer aus dem Fahrzeug befreien. Er sowie ein Fahrgast erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Der Fahrgast schwebt mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr, der Busfahrer ist jedoch weiterhin lebensgefährlich verletzt. Weitere Menschen wurden verletzt, einige schwer. 18 Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei prüft nun unter anderem, ob auch eine plötzliche Erkrankung des Busfahrers den Unfall ausgelöst haben könnte. Der Unfall ereignete sich gegen 13 Uhr in der Drosselstraße zwischen Steilshooper Straße und Bramfelder Straße. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Linienbus aus Richtung Rübenkamp kommend in östlicher Richtung unterwegs, als es aus noch ungeklärter Ursache zunächst zu einem Zusammenstoß mit zwei am Fahrbahnrand geparkten Autos kam. Anschließend verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus prallte im weiteren Verlauf gegen einen Baum und wurde dabei massiv beschädigt. Schon kurz nach dem Aufprall gingen bei der Rettungsleitstelle zahlreiche Notrufe ein. Weil Anrufer von vielen Verletzten berichteten, löste die Feuerwehr einen Großeinsatz des Rettungsdienstes aus. Als die ersten Kräfte eintrafen, bot sich ihnen ein Bild erheblicher Zerstörung: In dem schwerbeschädigten Bus befanden sich mehrere verletzte Fahrgäste, der Fahrer war eingeklemmt. Nach Angaben der Feuerwehr musste er in einer aufwendigen technischen Rettung aus dem Fahrzeug befreit werden. 120 Einsatzkräfte mehr als vier Stunden lang im Einsatz Die Einsatzkräfte führten zunächst eine sogenannte Sichtung durch, bei der Verletzte nach Schwere ihrer Verletzungen kategorisiert werden, um die Versorgung zu koordinieren. Weil sich das Ausmaß des Unfalls schnell bestätigte, wurde das Alarmstichwort erhöht und weitere Rettungswagen wurden zur Drosselstraße geschickt. Insgesamt waren Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst mit rund 120 Kräften mehr als vier Stunden lang im Einsatz. Neben zahlreichen Rettungswagen kamen auch Spezialfahrzeuge für die technische Rettung sowie Unterstützungseinheiten zum Einsatz. Auch abseits der unmittelbaren Rettung stellte der Unfall die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. Der Baum, gegen den der Bus geprallt war, galt nach dem Zusammenstoß als instabil und drohte zu kippen. Er musste deshalb gesichert werden. Nach Angaben der Polizei gehörte später auch die Fällung des Baumes zu den Aufräumarbeiten. Parallel dazu wurde der beschädigte Bus in Zusammenarbeit mit der Hamburger Hochbahn geborgen.