Welt 09.10.2026
18:34 Uhr

Mutmaßlich betrunkener Lokführer sorgt für Bahn-Chaos – 26 Züge sammeln 1124 Minuten Verspätung


Ein Güterzug stoppt plötzlich auf offener Strecke, der Lokführer ist nicht mehr erreichbar. Kurz darauf setzt der 31-Jährige seine Fahrt fort. Schließlich greift die Bundespolizei ein – mit erheblichen Folgen für den Bahnverkehr.

Mutmaßlich betrunkener Lokführer sorgt für Bahn-Chaos – 26 Züge sammeln 1124 Minuten Verspätung

Ein mutmaßlich betrunkener Lokführer hat am Mittwochnachmittag (8. Oktober) den Bahnverkehr zwischen Heessen und Ahlen erheblich beeinträchtigt. Der 31-Jährige brachte seinen Güterzug eigenmächtig zum Stehen und reagierte anschließend weder auf Kontaktversuche des Fahrdienstleiters noch auf Anrufe der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Ein Lokführer eines langsam vorbeifahrenden Zuges schöpfte Verdacht und meldete eine mögliche Alkoholfahrt. Daraufhin alarmierte die Notfallleitstelle die Bundespolizei. Noch bevor die Beamten eintrafen, setzte der 31-Jährige seine Fahrt fort. Im Bereich des Güterbahnhofs Ahlen stoppte er den Zug erneut und verließ das Führerhaus. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn entdeckte den offensichtlich alkoholisierten Mann wenig später in der Nähe und übergab ihn der Bundespolizei. Die Einsatzkräfte untersagten dem niederländischen Staatsangehörigen, der für ein privates Transportunternehmen tätig ist, die Weiterfahrt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Zudem ordneten die Beamten die Entnahme einer Blutprobe an. 1124 Minuten Verspätung – 26 Züge betroffen Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr waren erheblich. Wegen des Vorfalls musste die Bahnstrecke zeitweise vollständig gesperrt werden. Insgesamt waren 26 Züge betroffen, die zusammen 1124 Minuten Verspätung ansammelten – umgerechnet 18 Stunden und 44 Minuten. Der Güterzug konnte erst weiterfahren, nachdem ein Ersatzlokführer die Kontrolle übernommen hatte.