Bei Schüssen in Berlin-Neukölln ist in der Nacht ein Mann getötet worden. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb er noch vor Ort auf dem Gehweg, wie Polizeisprecher Florian Nath der dpa sagte. Die Einsatzkräfte seien gegen 2:30 Uhr alarmiert worden, Anwohner und weitere Zeugen hätten Schüsse gehört, sagte Nath weiter. Die ersten eintreffenden Kräfte hätten einen angeschossenen, schwer verletzten Mann auf dem Gehweg gefunden und noch versucht, diesen zu reanimieren. Auch ein Notarzt habe Reanimationsmaßnahmen durchgeführt. Doch der Mann sei gestorben. Zu den Hintergründen der Tat ist vieles noch unklar. Es sei Gegenstand der Ermittlungen, ob einer oder mehrere Verdächtige hinter den Schüssen steckten, sagte Nath. Auch sei nicht klar, ob die Schüsse nur dem getöteten Mann oder womöglich weiteren Menschen gegolten hätten. Der oder die noch unbekannten Verdächtigen befinden sich laut Polizei auf der Flucht. „Statt Argumenten werden Kugeln ausgetauscht“ Die Gewerkschaft der Polizei (verlinkt auf https://x.com/GdPHauptstadt/status/2096851832622461105?s=20) (GdP) zeigte sich auf der Plattform X wenig überrascht von dem weiteren Todesopfer: Es könne nicht verwundern, dass die aktuelle Welle an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Schusswaffen Todesopfer bringe, teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro mit. „Berlin ist die Hauptstadt der Waffengewalt. Machtverhältnisse in der Organisierten Kriminalität werden stetig neu ausgelotet“, sagte Jendro weiter. Selbst bei persönlichen Fehden würden „statt Argumenten eher Kugeln ausgetauscht“, so der Sprecher. Erst Anfang August war ein Mann am Bahnhof Zoo erschossen worden, nachdem mehrere Menschen in einen Streit geraten waren. Anfang September wurde auf einen Mann in Schöneberg geschossen – er wurde schwer verletzt. In Niederschönhausen wurde zudem vor zwei Tagen mit einer Schreckschusswaffe auf einen Mann geschossen.