Bei einem schweren Busunfall sind im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord mindestens 16 Menschen verletzt worden - mehrere von ihnen mit lebensbedrohlichen Verletzungen. Ersten Erkenntnissen zufolge stieß der Bus am Nachmittag aus bisher ungeklärter Ursache mit einem Baum zusammen, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Unter den Verletzten sei auch der Busfahrer. Mit Hilfe von schwerem Gerät versuchten die Rettungskräfte den Mann aus der Führerkabine des Fahrzeugs zu befreien, wie der Sprecher sagte. Einige der weiteren Verletzten seien direkt ins Krankenhaus gefahren worden. Andere würden medizinisch und psychisch in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr vor Ort versorgt. Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen solle der Baum gefällt werden, damit er nicht umstürzen und weiteren Schaden anrichten könne, hieß es weiter. Beim Zusammenstoß mit dem Baum wurde die gesamte Frontscheibe des Busses zerstört. Neben Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr sei auch ein Rettungshubschrauber bei der Unfallstelle in der Drosselstraße im Einsatz. Die Straße ist nach Angaben des Sprechers zwischen der Steilshooper- und der Bramfelder Straße in beide Richtungen gesperrt. Der Unfall ist kein Einzelfall. Erst am 10. März war es im Bereich Grindelallee/Beim Schlump zu einem folgenreichen Zusammenstoß zwischen einem Linienbus der stark frequentierten Linie 5 und einem Auto gekommen. Die Feuerwehr Hamburg sprach damals von 13 Verletzten, darunter drei Schwerverletzte. Fünf Betroffene kamen ins Krankenhaus. Der Unfall zeigte, wie schnell schon eine Kollision im dichten innerstädtischen Verkehr zu zahlreichen Verletzten führen kann – auch dann, wenn der Bus selbst nicht mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist. Nur sechs Tage später, am 16. März, kam es in Langenhorn bereits zum nächsten Zwischenfall. Vor dem Krohnstieg-Center stieß ein Linienbus mit einem Lastwagen zusammen. Nach Angaben von Feuerwehr und dpa wurden dabei vermutlich drei Menschen leicht verletzt. Auch dieser Unfall zog einen größeren Rettungseinsatz nach sich und machte deutlich, wie anfällig der Linienverkehr an stark befahrenen Knotenpunkten ist. 19-Jährige bei Unfall getötet Bereits Ende Februar hatte es zudem in Bergedorf einen weiteren Busunfall gegeben. Am Sander Damm fuhr ein Linienbus auf ein Auto auf. Öffentlich bekannt wurde, dass mindestens ein Businsasse verletzt und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Gemessen an den Fällen in Harvestehude, Langenhorn und nun Barmbek-Nord war der Unfall weniger schwer, gehört aber ebenfalls zu der auffälligen Häufung von Zwischenfällen mit Bussen im Hamburger Stadtgebiet. Besonders gravierend war ein Unglück vom 16. Januar in Wilhelmsburg. An der Nippoldstraße kollidierte ein Linienbus an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einer Rangierlok. Eine 19 Jahre alte Frau starb noch am Unfallort. Der 61-jährige Busfahrer und ein weiterer Fahrgast wurden schwer verletzt, vier weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen. Der Fall ragt unter den jüngsten Hamburger Busunfällen heraus, weil er nicht nur zahlreiche Verletzte, sondern auch ein Todesopfer forderte.