Israel und die militante Hisbollah im Libanon haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump einer Deeskalation bei den Kämpfen zugestimmt. Trump teilte das am Montag in den sozialen Medien nach einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump keinen Militäreinsatz in Beirut unternehmen. „Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt“, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social (verlinkt auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116676034049614301) . Allerdings ist unklar, ob es überhaupt Planungen gegeben habe, Truppen nach Beirut zu entsenden. Zuvor habe er ein sehr konstruktives Gespräch mit Benjamin Netanjahu geführt. Außerdem habe er über hochrangige Vertreter mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz gesprochen, die einer Einstellung der Kämpfe zugestimmt habe. Letzteres entspricht auch libanesischen Angaben. „Die libanesischen Behörden haben die Bestätigung erhalten, dass die Hisbollah den US-Vorschlag für eine beidseitige Einstellung der Angriffe akzeptiert hat“, erklärte die libanesische Botschaft in den US. Netanjahu widerspricht Trumps Darstellung Israel hält offenbar an seiner Linie gegenüber der Hisbollah-Miliz ungeachtet des von Trump verkündeten Stopps gegenseitiger Angriffe fest. Netanjahu teilte am Abend auf der Plattform X mit, er habe mit Trump gesprochen und ihm mitgeteilt, dass Israel Terrorziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen werde, sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen. „An dieser Haltung hält Israel unverändert fest“, schrieb Netanjahu weiter. Parallel dazu werde die israelische Armee ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen. Nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun bezieht sich der Angriffsstopp hingegen zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden. Vertreter beider Länder verhandeln seit einigen Wochen in Washington über Bedingungen für eine Entschärfung des Konflikts. Einen Durchbruch gab es dabei bisher aber nicht. An diesem Dienstag sind weitere Gespräche in der US-Hauptstadt geplant. Trump hat zudem Angaben aus dem Iran widersprochen, die Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Golfregion seien ausgesetzt. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in raschem Tempo weiter“, schrieb Trump auf Truth Social. Der Iran hatte den vorläufigen Stopp der Gespräche mit den USA nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim mit den „anhaltenden Verbrechen“ Israels im Libanon begründet. „Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus“, berichtete Tasnim. Zur Bedingung für weitere Gespräche mit den USA machte der Iran laut Tasnim die „sofortige Einstellung“ der israelischen Armeeeinsätze im Gazastreifen und im Libanon. Zudem müsse die israelische Armee sich aus den Gebieten zurückziehen, die sie im Libanon besetzt habe, hieß es.