Bei der Jungen Union (JU) hat es nach Angaben der scheidenden Bundesschatzmeisterin Clara von Nathusius Unregelmäßigkeiten beim Abruf von Fördermitteln gegeben. „Es wurden Fördermittel abgerufen, ohne dass dies durch die Beschlüsse des Bundesvorstands gedeckt war“, sagte die 31-Jährige bei ihrem Rechenschaftsbericht auf dem Deutschlandtag der CDU‑Nachwuchsorganisation. Über den Vorfall berichtet „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/politik/inland/clara-von-nathusius-raus-aus-ju-vorstand-ohne-groll-6ad27507199dc15f1abd6ce2) . Nach Bekanntwerden der Vorgänge habe die Junge Union externe Wirtschaftsprüfer eingeschaltet und interne Abläufe geändert, sagte Nathusius. Nähere Angaben zur Höhe der betroffenen Fördermittel oder zu möglichen Verantwortlichen machte sie dem Bericht zufolge nicht. Die scheidende Schatzmeisterin verwies zugleich auf Erfolge ihrer Amtszeit. Seit 2024 habe die Junge Union ihre Spendeneinnahmen mehr als verdoppelt. Auch innerparteiliche Kritiker bescheinigten Nathusius dem Bericht zufolge eine erfolgreiche Spendenakquise. Nathusius, die auch durch ihre Auftritte in sozialen Netzwerken bekannt ist, tritt nicht erneut als Bundesschatzmeisterin an. Im Vorfeld des Deutschlandtags hatten ihr „Bild“ zufolge mehreren einflussreichen Landesvorsitzenden signalisiert, eine erneute Kandidatur nicht zu unterstützen. Innerparteiliche Auseinandersetzungen In ihrer Abschiedsrede ging Nathusius auch auf die innerparteilichen Auseinandersetzungen ein. „Keine einzige Reform in diesem Land ist entstanden, weil jemand Angst hatte, anzuecken“, sagte sie vor den Delegierten. Die Bremer CDU-Landesvorsitzende Wiebke Winter würdigte Nathusius anschließend. Sie setze sich für Generationengerechtigkeit ein und sei mit ihrer Präsenz in den sozialen Medien „eine wichtige Stimme für die Union“.