Eine Frau aus Sachsen hat durch ein KI-generiertes Video mehr als eine Million Euro verloren. Die Geschädigte aus dem mittelsächsischen Lichtenberg fiel auf ein gefälschtes Video der ZDF-Talkrunde „ Markus Lanz (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a472518ad32e994f8759667/ulrich-siegmund-bei-markus-lanz-sie-bekaempfen-wirklich-gespenster-die-ausser-ihnen-keiner-sieht.html) “ herein, in der eine angebliche Finanzexpertin über eine gewinnbringende Geldanlage sprach, die zugleich in dem Video verlinkt wurde, wie die Polizei in Chemnitz am Montag mitteilte. Die Geschädigte rief die entsprechende Internetseite namens Investhub 3.0 auf, meldete sich an und wurde umgehend von einer Frau und anschließend von einem angeblichen Broker angerufen. Der Finanzdienstleister überredete sie demnach zu vermeintlich rentablen Geldanlagen in Gold- und Ölressourcen sowie Kryptowährungen, sodass sie zunächst knapp 250 Euro investierte. Betrug über mehrere Monate Den Betrügern gelang es durch Telefonate und Mitteilungen in Onlinediensten, die Frau über Monate hinweg bei der Stange zu halten. Sie tätigte immer wieder Überweisungen auf verschiedene Konten, mal waren es 10.000 Euro, mal mehr als 460.000 Euro. Erst als die Telefonate mit dem angeblichen Finanzdienstleister ausblieben und die Frau bereits mehr als eine Million Euro investiert hatte, wurde ihr der Anlagebetrug klar. Sie ging zur Kriminalpolizei. Vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter bringt Opfer um 25.000 Euro Auch in Heringsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wurde ein Opfer um sein Geld gebracht. 25.000 Euro hat dabei ein als Microsoft-Mitarbeiter getarnter Dieb von einem 74 Jahre alten Mann gestohlen. Der Computerbildschirm des Betrugsopfers sei am Samstagnachmittag plötzlich schwarz geworden, teilte die Polizei mit. Kurz darauf sei eine Telefonnummer auf dem Bildschirm erschienen. Als der 74-Jährige diese wählte, stellte sich der Mann als Microsoft-Mitarbeiter vor, woraufhin der Senior ihm per Fernzugriff Zugang zu dessen Computer gewährte. Im Zuge dessen überwies der Täter sich selbst 25.000 Euro. Die Polizei warnt nach diesem Vorfall noch einmal vor Betrügern und davor, Unbekannten keinen Fernzugriff zu erlauben oder sensible Daten anzuvertrauen.