Welt 11.05.2026
14:59 Uhr

Deutschland beim ESC nur Außenseiter – dieses Land zieht in den Wettquoten davon


In wenigen Tagen startet der 70. ESC, mit so wenigen Ländern wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Und doch schafft es Sarah Engels, die Deutschland vertritt, laut Wettquote nur ins Mittelfeld. Demnach ist der Vorsprung der vorderen Plätze enorm.

Deutschland beim ESC nur Außenseiter – dieses Land zieht in den Wettquoten davon

Der deutschen Teilnehmerin des Eurovision Song Contest ( ESC (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/eurovision-song-contest/) ), Sarah Engels, werden mit ihrer Popnummer „Fire“ keine Siegchancen zugerechnet – zumindest wenn man den Quoten der Buchmacher (verlinkt auf https://eurovisionworld.com/odds/eurovision) glaubt. Demnach landet Deutschland auf Platz 23 von 35. Mit großem Abstand führt Finnland die Liste an, gefolgt von Griechenland und Dänemark. Wie hoch sind die Chancen auf einen Sieg? 1. Finnland (Lampenius & Parkkonen – „Liekinheit“): 38 Prozent 2. Griechenland (Akylas – „Ferto“): 13 Prozent 3. Dänemark (Søren Torpegaard – „Før vi går hjem“): 10 Prozent 4. Frankreich (Monroe – „Regarde!“): 7 Prozent 5. Australien (Delta Goodrem – „Eclipse“): 6 Prozent 6. Israel (Noam Bettan – „Michelle“): 4 Prozent 7. Malta (Aidan – „Bella“): 3 Prozent 8. Rumänien (Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“): 3 Prozent 9. Italien (Sal Da Vinci – „Per sempre sì“): 3 Prozent 10. Schweden (Felicia – „My System“): 2 Prozent ... 23. Deutschland (Sarah Engels – „Fire“): <1 Prozent ... 35. Aserbaidschan (Jiva – „Just Go“): <1 Prozent Die Auswahl des Topfavoriten Finnland durch die Buchmacher scheint nicht von ungefähr zu kommen, haben die Finnen doch ein aufwendig inszeniertes Lied mit einem beeindruckenden Geigenpart. In den beiden vergangenen Jahren gewannen mit dem österreichischen Countertenor JJ und dem opernhaften „The Code“ von Nemo aus der Schweiz jeweils die künstlerisch anspruchsvollsten Starter das Finale. Griechenland holte kurz vor dem ESC-Finale bei den Wettbüros kräftig auf. Der TikTok-Star Akylas erinnert mit seinem Auftritt an Computerspiele der 1980er-Jahre, insbesondere beim jungen Publikum macht ihn das zu einem der Favoriten. Alle derzeit zu den Favoriten gezählten Länder müssen sich zunächst noch in den beiden Halbfinals für das Finale qualifizieren. Allerdings verloren die Wettbüros zuletzt bei ihren Prognosen im Vergleich zu früheren Jahren an Treffsicherheit. Die Frage ist, ob das womöglich eine Chance für Engels darstellt. Sie steht mit „Fire“ im Mittelfeld der teilnehmenden 35 Länder. Einer der letzten Plätze, so wie in vielen Vorjahren, scheint damit erneut nicht zu drohen. Das Duo Abor & Tynna landete im vergangenen Jahr ordentlich auf Platz 15, ein Jahr davor hatte Isaak für Deutschland sogar Platz zwölf geschafft. Engels hat nach eigenen Worten „ein dickes Fell“ (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article69fe61c8cd4a28c4700216f5/wien-ich-habe-ein-dickes-fell-deutsche-esc-starterin-sarah-engels-fuerchtet-keine-niederlage.html) und keine Angst vor einer möglichen Niederlage bei dem Wettbewerb. „Für mich ist wichtig, am Ende sagen zu können: Ich habe alles gegeben und einen Auftritt auf die Bühne gebracht, hinter dem ich zu hundert Prozent stehe“, sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag. Die 33-Jährige betonte: „Ich versuche, mich nicht zu sehr auf Platzierungen oder Wettquoten zu fokussieren.“ Deutschland war in den vergangenen Jahren meist auf mittleren bis hinteren Plätzen gelandet. Streit um Israel Der 70. ESC findet am 16. Mai in Wien statt. Der gastgebende österreichische Fernsehsender ORF glaubte noch im Herbst daran, dass im Jubiläumsjahr eine Rekordzahl von Ländern zum ESC kommt. Statt einer Rekordteilnehmerzahl kann die Hauptstadt Wien nur 35 Starter zum weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerb begrüßen, so wenige wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Spanien, Irland, die Niederlande, Island und Slowenien sind aus Protest gegen Israels Teilnahme nicht mehr dabei.