Welt 09.10.2026
07:54 Uhr

BMW zieht Dienstwagen-Angebot nach Wahl von AfD-Landtagspräsidenten zurück – AfD wendet sich an Musk


Der neue Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt muss womöglich bald ohne Dienstwagen auskommen. BMW zog sein Leasing-Angebot nach der Wahl zurück. Die AfD wendet sich an Elon Musk.

BMW zieht Dienstwagen-Angebot nach Wahl von AfD-Landtagspräsidenten zurück – AfD wendet sich an Musk

BMW hat sein Leasing-Angebot für den Dienstwagen des Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt zurückgezogen. Das bestätigte die Landtagsverwaltung der „Zeit“. (verlinkt auf https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/tobias-rausch-afd-landtagspraesident-dienstwagen-leasingvertrag-zurueckgezogen) Die Unternehmenszentrale des Münchner Autokonzerns zog das Angebot demnach am 6. Oktober zurück – am selben Tag war der AfD-Politiker Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtags gewählt worden. Gründe nannte BMW nicht. „Die BMW Group äußert sich grundsätzlich nicht zu Kundenbeziehungen“, sagte ein Konzernsprecher der Zeitung. Wenige Tage zuvor hatte BMW-Vorstandschef Milan Nedeljković der „FAZ“ (verlinkt auf https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/bmw-chef-nedeljkovi-was-er-gegen-chinas-dumpingpreise-fordert-accg-201247372.html) mit Blick auf die AfD gesagt, Rechtspopulismus und Nationalismus „sind Gift für einen weltoffenen Wirtschaftsstandort, der vom Welthandel lebt“. Die stellvertretende AfD-Bundestagsfraktionschefin Beatrix von Storch reagierte am Donnerstagabend auf X und wandte sich auf Englisch an Tesla-Chef Elon Musk: „@elonmusk, would @Tesla be willing to provide him with an official car?“ – ob Tesla also bereit sei, Rausch einen Dienstwagen zu stellen. Rausch übernimmt zunächst den 7er-BMW seines CDU‑Vorgängers. Dieser Leasingvertrag läuft jedoch im November aus. Findet der Landtag bis dahin keinen Ersatz, könnte Rausch ohne Dienstwagen dastehen. Das BMW-Angebot war nach Angaben der Verwaltung das einzige eines großen deutschen Herstellers. Von Mercedes oder Audi gab es demnach bislang keine Offerten. BMW stellte bislang einen großen Teil des Fuhrparks von Landtag und Landesregierung.