Ein spektakulärer Fund in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs hält Stuttgart in Atem! Bei Grabungen im Erdreich stießen Archäologen auf eine mysteriöse Konstruktion aus einer fern vergangenen Zeit, über deren genaue Verwendung unter Experten noch eine gewisse Ratlosigkeit herrscht. „Wir gehen davon aus, dass die mit 28 Kelchstützen versehene Halle wohl für kultische Zwecke gedacht war“, vermutet Grabungsleiter Heinrich Schäufele, während er mit einem Pinsel vorsichtig den Staub von einer der betonierten Stützen wischt. Rätselraten in Stuttgart „Derzeit stehen wir noch vor einem Rätsel, welcher religiöse Ritus hier von unseren Vorfahren aus dem 20. Jahrhundert begangen werden sollte“, räumt Schäufele stirnrunzelnd ein, „die Anwesenheit von Schienen und primitiven bahnsteigähnlichen Bauten deutet aber darauf hin, dass man hier die Götter des Reisens mit einem bizarren masochistischen Opfer-Kult zu besänftigen hoffte.“ Hinzugezogene Altertumsforscher überbieten sich derweil mit Deutungsansätzen. Während manche davon überzeugt sind, dass das gigantische unterirdische Bauwerk keinerlei Funktion innehatte, sondern nur als Zeitvertreib diente, sehen andere deutliche Hinweise auf eine gewisse Zweckgebundenheit. „Alles weist darauf hin, dass wir es hier mit einer besonderen Beerdigungsstätte zu tun haben“, glaubt etwa der Paläologe Friedrich Feuerstein, „es könnte sich um eines der berühmt-berüchtigten Milliardengräber (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article248930934/Aufsichtsrats-Kreise-11-Milliarden-Euro-wird-Stuttgart-21-wohl-kosten.html) in Deutschland handeln. Oder um einen Bahnhof. Weshalb die Arbeiter nie fertig wurden (verlinkt auf https://www.welt.de/wirtschaft/article69a0ac01f735f2c12f3cd9bf/stuttgart-21-eroeffnung-verzoegert-sich-um-weitere-jahre-verkehrsminister-nennt-wesentlichen-grund.html) , bleibt ihr Geheimnis.“ Ist es ein Bahnhof? Mit dieser abenteuerlichen These steht Feuerstein allerdings allein da. Die Errichtung eines Bahnhofs unter der Erde an dieser Stelle sei eine vollkommen abwegige Idee, ist sich die Mehrheit der Experten sicher. „Das wäre doch viel zu teuer geworden. Und außerdem waren die Menschen im ausgehenden 20. Jahrhundert gar nicht dazu in der Lage, so etwas vernünftig zu planen“, glaubt Schäufele. Der Grabungsleiter kann unterdessen einen ersten Erfolg verbuchen. „Wir konnten bei der Stadt erwirken, dass die an der Fundstelle laufenden Bauarbeiten umgehend gestoppt werden“, so der Archäologe, „das Ausgrabungsfeld steht jetzt unter strengem Denkmalschutz. Ohnehin konnte sich niemand mehr im Stuttgarter Bauamt daran erinnern, was da in der Grube am Hauptbahnhof eigentlich entstehen sollte.“ Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf http://www.facebook.com/glasauge.satire) , X (verlinkt auf https://twitter.com/WELT_GLASAUGE) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!