Kurz vor dem Abspann war kurz nur Schwarz zu sehen. Denn am Ende standen Obersleutnant Eisner (Harald Krassnitzer) und seine Kollegin Fellner (Adele Neuhauser) auf einer nächtlichen Straße, auf der der Betreuer einer Jungs-WG erschlagen wurde. Bei der Rekonstruktion der Tat waren die beiden quasi Livezeugen und beobachteten den Mord aus der Rückblendenszene heraus. Dann gingen nach und nach die Straßenlaternen aus, bis da nur noch Finsternis war.
Immer wieder flossen in diesem »Tatort« über verunsicherte Männlichkeit und offenen Machismo die Zeitebenen ineinander. Zum Schluss war der Täter überführt – aber der Schrecken nicht gebannt.
In unserer Kritik schrieben wir: »Das Ermittlungsduo bohrt und bohrt in seinen Befragungen nach dem wahren Tathergang und nach der charakterlichen Verfasstheit des Toten, aber es scheinen sich immer nur Variationen der Wahrheit zu präsentieren. (…) Auf diese Weise entwickelt sich eine Unmittelbarkeit, durch die man zum Teil gezwungen ist, selbst Bewertungen zu treffen, ohne diese durch die Erzählerinstanz abgesichert zu bekommen. Das mündige Publikum muss selbst entscheiden, ob all die kleinen und großen Männer in diesem Krimi noch für ein menschliches Miteinander zu retten sind oder nicht.«
Wir gaben 8 von 10 Punkten. Was ist Ihre Meinung zu dem Krimi?
In unserer Kritik schrieben wir:
»Innere Angelegenheiten« war der vorletzte »Tatort« mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser. In der zweiten Hälfte dieses Jahres wird dann der finale Fall mit dem Duo gezeigt. Die Dreharbeiten dazu wurden schon Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen, er trägt den Titel »Dann sind wir Helden«.
Die Nachfolge für Krassnitzer und Neuhauser ist bereits geregelt. Ab 2027 werden Miriam Fussenegger und Laurence Rupp für die Mordermittlungen in Wien zuständig sein. Die beiden sollen als Halbgeschwister unter den Rollennamen Charlotte »Charlie« Hahn und Alex Maleky auftreten.
