SpOn 05.10.2026
10:31 Uhr

»Digger«: Tom-Cruise-Film floppt an den Kinokassen


Das Filmstudio Warner Bros. geht mit Millionenverlust in die Übernahme durch Paramount: Die Satire »Digger« mit Tom Cruise in der Hauptrolle spielt viel weniger ein als erwartet – womöglich ist es ein Flop historischen Ausmaßes.

»Digger«: Tom-Cruise-Film floppt an den Kinokassen

»Die Zahlen sind nicht schlecht für eine schwarze Komödie«, zitierte das US-Blatt »Variety« einen Branchenexperten: »Aber schwarze Komödien sind kleine Filme. Dies ist kein kleiner Film. Dies ist ein Tom-Cruise-Film.« Die Rede ist von »Digger«, dem neuesten Werk von Alejandro González Iñárritu, bei dem Cruise die Hauptrolle spielt. Der Film spielte Schätzungen zufolge  an seinem Startwochenende in den nordamerikanischen Kinos acht Millionen Dollar ein – angesichts seines Produktionsbudgets eine Katastrophe. Laut dem US-Branchenblatt »Variety«  könnte »Digger« einer der größten Flops des Jahres, wenn nicht sogar aller Zeiten werden.

Bei Produktionskosten von 160 bis 180 Millionen US-Dollar hatte das Filmstudio Warner Bros. laut dem Branchenblatt mit mindestens 18 bis 20 Millionen Dollar gerechnet – aber auch das wäre laut Experten noch zu wenig gewesen. 40 Millionen Dollar hätte der Film am Startwochenende einspielen müssen, um sein großes Budget zu rechtfertigen. Der Film war am Freitag in den USA und Kanada gestartet. Warner Bros. steht vor der Übernahme durch den Konkurrenten Paramount.

Cruise als Rockwell: Warner Bros. geht mit Flop in Fusion mit Paramount

Cruise als Rockwell: Warner Bros. geht mit Flop in Fusion mit Paramount

Foto: Seoju Park / Warner Bros. Entertainment Inc. / dpa

Auch in Deutschland ist der Film am vergangenen Wochenende angelaufen und stieß auf äußerst verhaltenes Interesse. Wie das Branchenmedium »Blickpunkt:Film« berichtet, kam »Digger« nur auf Platz acht der deutschen Kinocharts; 46.500 verkaufte Tickets spielten 530.000 Euro ein. Zum Vergleich: Die Nummer eins, die Colleen-Hoover-Verfilmung »Verity – Dunkle Geheimnisse«, kam auf 2,75 Millionen Euro bei 235.000 verkauften Kinokarten.

»Verity« war auch in den USA und Kanada der erfolgreichste Film des vergangenen Wochenendes. 32,6 Millionen Dollar spielte die Adaption des Bestsellers mit Anne Hathaway, Dakota Johnson und Josh Hartnett ein. Hathaway wird in der Fortsetzung des Neunzigerjahre-Rennfahrerfilms »Tage des Donners« übrigens erstmals mit Tom Cruise zusammenarbeiten. Der Film von »Long Shot«-Regisseur Jonathan Levine soll am 2. Juni 2028 in die Kinos kommen.

Bis dahin dürfte Cruise die Enttäuschung über den missglückten Kinostart von »Digger« wohl verwunden haben. Dabei mag er bei dem Projekt auf Filmpreise geschielt haben. Schließlich spielt er darin den Ölbaron Digger Rockwell mit einigem Mut zur Hässlichkeit. Regisseur Alejandro González Iñárritu war für »Birdman« und »The Revenant – Der Rückkehrer« als bester Regisseur bei den Oscars ausgezeichnet worden. Und Sandra Hüller spielt die impulsive Halbschwester von Cruises Figur.

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Doch bei der Kritik fiel »Digger« weitgehend durch. Für SPIEGEL-Kritikerin Hannah Pilarczyk waren es sogar »die schrecklichsten 128 Minuten, die ich 2026 bislang im Kino verbracht habe.« Lesen Sie ihre Rezension hier .

feb/dpa