Zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen ist es auf Kuba zu einem erneuten inselweiten Blackout gekommen. Wie das Energieministerium mitteilte, wurden die Notfallprotokolle zur Wiederherstellung der Stromversorgung aktiviert. Aufgrund der maroden Infrastruktur und eines von den USA seit Monaten verhängten Ölembargos leidet die sozialistische Karibikinsel unter einer schweren Energiekrise (mehr hier ).
Se ha producido una desconexión total del Sistema Eléctrico.
— Ministerio de Energía y Minas Cuba 🇨🇺 (@EnergiaMinasCub) July 10, 2026
Se activan los protocolos para comenzar recuperación.
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»Der Zusammenbruch ereignete sich inmitten einer kritischen Energiekrise, unter der das Land bereits schwer zu leiden hat«, schrieb »Granma«, die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, auf der Plattform X. Vorrangig sei gemäß den Protokollen die Versorgung von Einrichtungen wie Krankenhäusern sicherzustellen, hieß es. Zu den Ursachen des erneuten Ausfalls machte die staatliche Stromgesellschaft UNE zunächst keine Angaben.
El colapso ocurrió en medio de una situación energética crítica que ya mantenía al país con severas afectaciones. Desde el primer momento, se activaron todos los protocolos de contingencia para priorizar el restablecimiento del servicio en los centros vitales del país.
— Periódico Granma (@Granma_Digital) July 10, 2026
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Die Regierung in Havanna macht die Sanktionen der USA für die anhaltenden Stromausfälle verantwortlich. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump im Januar Ländern, die Öl nach Kuba exportieren, mit Strafzöllen gedroht. Das führte zu einem nahezu vollständigen Stopp der Lieferungen aus dem Ausland. Die Insel kann nur einen Teil ihres Ölbedarfs decken. Washington versucht mit verschiedenen Druckmaßnahmen, eine wirtschaftliche und politische Öffnung der Insel nach seinen Vorstellungen zu erzwingen.
Nach dem vorherigen Blackout waren in Havanna vereinzelt Proteste ausgebrochen. In den Randbezirken Jaimanitas und Santa Fe zogen am Dienstagabend (Ortszeit) Hunderte erschöpfte Anwohner bei hohen Temperaturen durch die Straßen, schlugen auf Töpfe, hupten und forderten in Sprechchören: »Schaltet das Licht an«.
Der landesweite Blackout am Montag war der dritte in diesem Jahr. Bis zum späten Dienstagabend war das Problem in den meisten Regionen nach Angaben des Netzbetreibers wieder behoben. Viele Menschen saßen jedoch weiterhin im Dunkeln. In der zweitgrößten Stadt Santiago de Cuba floss den Behörden zufolge gar kein Strom.
