SpOn 28.03.2026
21:29 Uhr

Wismarbucht: Buckelwal in der Ostsee erneut gestrandet


Der vor Niendorf gestrandete Wal hatte sich zunächst freigeschwommen, verirrte sich dann aber erneut auf eine Sandbank. Nun soll das Tier Richtung tiefes Wasser gestupst werden.

Wismarbucht: Buckelwal in der Ostsee erneut gestrandet

Der junge Buckelwal, der vor dem Ostseebad Timmendorfer Strand gestrandet und nach einer tagelangen Rettungsaktion freigekommen war, hängt offenbar erneut auf einer Sandbank fest – diesmal in der Wismarbucht, wie eine Sprecherin der Umweltschutzorganisation Greenpeace der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.

Zunächst hatte sich das Tier über eine von Helfern ausgehobene Rinne selbst befreien können. Die Hoffnung war, dass der Wal den Rückweg in den Atlantik finden würde; in der Ostsee gibt es nicht genug Futter für ihn, und der niedrige Salzgehalt des Wassers macht ihm zusätzlich zu schaffen.

Aufnahmen mit einer Drohne

»Nachdem er sich aus seiner misslichen Lage befreien konnte, wurde der Wal heute am Mittag in der Wismarbucht in der Nähe der Insel Walfisch erneut gesichtet«, bestätigte ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums am Samstag.

Der Wal habe »seit längerer Zeit seine Position im flachen Wasser der Wismarbucht nicht verändert«. Wissenschaftler näherten sich dem Tier in einem Schlauchboot, um seine Lage zu prüfen. Greenpeace machte demnach auch Aufnahmen mit einer Drohne.

Am Sonntag könnte es neue Rettungsversuche geben. «Sollte das Tier sich bis morgen nicht befreit haben, werden die Fachleute vor Ort versuchen, den Wal sanft anzustupsen und in Richtung tieferes Wasser zu bewegen», teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit. Ganz in der Nähe des Wales gebe es eine tiefere Rinne, es sei möglich, dass der Wal sich selbsttätig dorthin bewege. «Dafür wollen wir ihm die Nacht über Zeit lassen.»

Backhaus rief dazu auf, den Wal in Ruhe zu lassen. Die Wasserschutzpolizei werde verhindern, dass sich Unbefugte dem Tier nähern. «Ich bitte erneut darum, solche Versuche zu unterlassen und den Wal mit mindestens 500 Metern Abstand zu passieren.»

Mehr zum Wal

Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein entdeckt worden.

mh/cop/dpa