Das umstrittene Treffen von fünf Duma-Abgeordneten mit Kongress-Mitgliedern in Washington ist in Moskau als Erfolg gefeiert worden. Die einst angesehene russische Tageszeitung »Kommersant« berichtete, dass den Russen in der amerikanischen Hauptstadt Socken mit dem Bildnis von Donald Trump überreicht wurden. Der Austausch von Geschenken zeige, »dass sich in den Beziehungen zwischen den Parlamentariern beider Länder eine vorsichtige, aber spürbare Annäherung im Geiste des Gipfeltreffens in Anchorage abzeichnet.«
Eine Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zu den USA wünscht sich Russlands Machthaber schon seit Langem. Bisher ging es allerdings nur langsam voran. Nach dem Gipfeltreffen von Trump und Putin in Alaska schien die Annäherung zu stocken.
Das Treffen auf Einladung der Kongress-Abgeordneten Anna Paulina Luna wurde dementsprechend positiv aufgenommen. Putins Sondergesandter Kirill Dmitrijew, sein Mann für die USA, bezeichnete die Reise gar als »historisch«. Seit Russland 2014 die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig annektierte, waren keine Abgeordneten-Gruppen mehr in den USA empfangen worden.
Weiterhin gelten Sanktionen wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die Duma-Mitglieder hatten allerdings Ausnahmegenehmigungen für die Reise erhalten. Trumps Regierung habe grünes Licht für diesen Dialog gegeben, wenngleich die Reise offiziell einen privaten Charakter gehabt habe, berichtete der »Kommersant«.
Historic! Thank you, Congresswoman Luna, for your efforts toward dialogue and peace. 🙏🕊️ https://t.co/vk2N3DmkDO
— Kirill Dmitriev (@kadmitriev) March 26, 2026
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Die Republikanerin Luna, die das Treffen der fünf Russen mit fünf Kongress-Abgroedeten angebahnt hatte, ist als Kritikerin der US-Hilfen für die Ukraine bekannt. »Als Vertreter der beiden größten Atommächte der Welt sind wir unseren Bürgern einen offenen Dialog, neue Ideen und eine offene Kommunikation schuldig«, schrieb sie bei X.
Der russische Abgeordnete Nikonow sagte, dass über die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine gesprochen worden sei. Themen seien zudem die Wiederaufnahme des Flugverkehrs, die wirtschaftlichen Beziehungen insgesamt sowie die mögliche künftige Abschaffung der Sanktionen gewesen. Die Russen hoffen nun auf einen Gegenbesuch von US-Abgeordneten im Mai.
