SpOn 17.08.2026
09:32 Uhr

Waldbrand in Belgien: Feuer rückt nicht weiter Richtung Deutschland vor


Die Feuerwehren kämpfen weiter gegen den Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien. Die Bundeswehr schickt Löschhubschrauber. Grund zur Hoffnung gibt es für die Einwohner von Monschau in der Eifel.

Waldbrand in Belgien: Feuer rückt nicht weiter Richtung Deutschland vor

Der Brand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien rückt derzeit nicht weiter auf die nahe gelegene deutsche Grenze, doch das Feuer ist noch lange nicht gelöscht. Regen und ausbleibender Wind wirken sich derzeit positiv aus. Der Monschauer Einsatzleiter Philipp Krüger sagte am Morgen, die Nacht sei sehr ruhig verlaufen. Man habe die Situation »etwas entschärfen« können.

»Der Regen ist natürlich ein kleiner Segen für uns«, sagte er. Allein könne der Regen das Feuer aber nicht löschen.

Der Brand war am Sonntag bis auf 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt, was zu Evakuierungen geführt hatte.

»Die waren alle ruckzuck bereit zu gehen«

Etwa 30 Bewohner der Bereiche Ruitzhof und Geisberg im Monschauer Stadtteil Kalterherberg waren am Sonntagabend aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Dabei spielten auch mögliche gesundheitliche Risiken durch die starke Rauchentwicklung eine Rolle.

Die meisten seien bei Freunden oder Verwandten untergekommen, sagte Boden. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht. Man habe den Betroffenen allen im persönlichen Gespräch die Information überbracht. Sie hätten verständnisvoll reagiert. Sie könnten aktuell noch nicht zurückkehren, sagte Krüger. Weitere Evakuierungen seien derzeit nicht geplant: »Die nächste Linie zur weiteren Evakuierung liegt noch weit, weit entfernt.«

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In einem Fall sei »ein bisschen Diskussion« nötig gewesen, aber grundsätzlich gelte: »Die waren alle ruckzuck bereit zu gehen.« Er fügte hinzu: »Wenn man seit zwei Tagen diese Drohung aus dem Venn kommen sieht, dann ist man auch offen dafür.«

Der Waldbrand im Hohen Venn ist der größte der jüngeren belgischen Geschichte. Die Bekämpfung sei besonders schwierig, erläuterte der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen. »Wir stehen hier vor einem Problem«, sagte er. »Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten.«

Die Staatsanwaltschaft von Lüttich hat dem Bericht zufolge Ermittlungen zur Entstehung des Brands aufgenommen.

Die Bundeswehr unterstützt Belgien bei der Bekämpfung des Brands. Zwei NH90-Hubschrauber mit Löschwasserbehältern würden dafür bereitgestellt, teilte das Verteidigungsministerium mit. »Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen.«

bbr/dpa/AFP