SpOn 28.07.2026
16:04 Uhr

Waldbrand - Hitze: Gefahr in Deutschland steigt wegen Hitzewelle rasant


Auch in Deutschland wird es ab Mittwoch wieder heiß, mit Temperaturen um die 40 Grad. Wo die Waldbrandgefahr besonders hoch ist und was man jetzt beachten sollte.

Waldbrand - Hitze: Gefahr in Deutschland steigt wegen Hitzewelle rasant

Es wird heiß in Deutschland, in den kommenden Tagen steigt wegen des trockenen Wetters auch die Waldbrandgefahr. Ab Mittwoch rechnen die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) mit rasant anwachsendem Risiko für Brände . In Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg etwa steigt das Risiko stellenweise sogar auf die höchste Stufe. Zum Wochenende soll laut dem Waldbrandindex der Meteorologen nur noch im Süden ein hohes Risiko gelten. So sieht die Vorhersage in den Bundesländern aus:

  • Rheinland-Pfalz: Fast im gesamten Bundesland gilt bereits die dritte von fünf Warnstufen, wie aus dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorgeht. Das entspricht einer mittleren Waldbrandgefahr. Am Mittwoch soll sich die Lage verschärfen: In weiten Teilen von Rheinland-Pfalz gilt eine hohe Gefahr (Stufe 4). Am Donnerstag breitet sich diese Gefahrenstufe den Angaben zufolge in nahezu dem gesamten Rest des Bundeslandes aus. In den Regionen rund um das rund 550 Meter hohe Weinbiet am Ostrand des Pfälzerwaldes bestehe dann ein sehr hohes Waldbrandrisiko (Stufe 5). Zum Wochenende soll nach derzeitigem Stand nur vereinzelt noch ein hohes Risiko gelten, ansonsten bleibe die mittlere Gefahrenstufe bestehen.

  • Nordrhein-Westfalen: Am Donnerstag wird die zweithöchste Gefahrenstufe, die Stufe 4, an vielen Stellen des Bundeslandes erreicht. Das betrifft dieser Prognose zufolge etwa Teile des Rheinlandes, des Ruhrgebietes, des Sauerlandes, der Eifel und von Ostwestfalen-Lippe.

Prognosen des DWD für Dienstag bis Samstag

Prognosen des DWD für Dienstag bis Samstag

Foto: Deutscher Wetterdienst / CC BY 4.0
  • Hessen: Schon heute gilt in weiten Teilen Hessens die dritte von fünf Warnstufen, was eine mittlere Gefahr bedeutet. Insbesondere in Teilen des Rhein-Main-Gebiets besteht aber bereits hohe Waldbrandgefahr (Stufe 4). Am Mittwoch breitet sich das Risiko der Stufe 4 demnach weiter nach Südhessen, aber auch in Teile des Nordens und Ostens des Bundeslandes aus. Mit nur einer Ausnahme besteht dann an allen Stationen mindestens eine mittlere Gefahr. Am Donnerstag sollen Höchsttemperaturen von bis zu 37 Grad erreicht werden, dabei gibt es in fast ganz Hessen laut DWD mindestens eine hohe Waldbrandgefahr. Unter anderem bei Frankfurt und Darmstadt gilt sogar die höchste Warnstufe. Am Freitag und Samstag ist die Lage voraussichtlich ein wenig entspannter, aber es gilt weiterhin fast überall mindestens die mittlere Warnstufe.

  • Thüringen: Die Waldbrandgefahr in Thüringen erreicht am Mittwoch die zweithöchste Gefahrenstufe. Am Donnerstag soll die Gefahr laut den Wetterexperten noch einmal ansteigen. Demnach gilt nur noch für vier der 28 Wetterstationen Stufe drei – für die übrigen mit einer Ausnahme Stufe vier. Für die Station Bad Lobenstein wird sogar die höchste Stufe für Waldbrandgefahr erwartet. Bad Lobenstein liegt im Thüringer Schiefergebirge im Saale-Orla-Kreis.

Feuerverbot im Wald

Die Behörden verweisen darauf, dass Rauchen, Grillen und offenes Feuer im Wald streng verboten sind. Geparkt werden sollte nur auf befestigten Flächen, damit heiße Katalysatoren nicht etwa Laub oder Gras in Brand setzen. Die meisten Waldbrände werden durch Unachtsamkeit verursacht, betonen die Behörden.

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Einige Laubbäume reagierten mit einem Laubfall und Blattverfärbung auf Dürre, um den Verlust von Wasser zu verringern. In diesem Jahr sei das früh der Fall. Birke, Rotbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn zeigten verfärbtes Laub. Eiche und Esche etwa seien bisher scheinbar nicht so stark betroffen, heißt es in einer Übersicht der Landesregierung NRW. Sie appelliert, den Wald zu schützen.

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esk/dpa