SpOn 29.03.2026
03:12 Uhr

Wal in Wismarbucht (Mecklenburg-Vorpommern) gestrandet: Tier kommt von Sandbank frei - und schwimmt wieder


Ein vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeter Wal hatte sich zum zweiten Mal auf eine Sandbank verirrt. Am späten Samstagabend half ihm nun der steigende Wasserstand. Entwarnung gibt es aber noch nicht.

Wal in Wismarbucht (Mecklenburg-Vorpommern) gestrandet: Tier kommt von Sandbank frei - und schwimmt wieder

Der zum zweiten Mal auf einer Sandbank in der Ostsee gestrandete Buckelwal hat sich erneut aus seiner misslichen Lage befreit. Am späten Samstagabend sei es ihm gelungen, mit steigendem Wasserstand von der Sandbank in der Wismarbucht freizukommen, erklärte der Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, Claus Tantzen. Das Tier werde nun von der Wasserschutzpolizei begleitet.

Da die Gewässer in Küstennähe sehr flach sind, sei es ungewiss, ob der Wal erneut stranden wird, sagte Tantzen weiter.

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Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen (23. März) auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden (mehr dazu hier ). Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag von der Sandbank befreit – durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne.

Nach der überraschenden Rettung war der Wal am Freitagnachmittag dann aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg geschwommen, allerdings in Küstennähe. Auf einer Sandbank in der Wismarbucht strandete er dann erneut. »Wir wollen dem Wal die Chance geben, sich selbst zu befreien«, sagte der Meeresbiologe der Organisation Greenpeace, Thilo Maack, der Nachrichtenagentur dpa am frühen Samstagabend. Dies sei mit anderen Akteuren wie dem Deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.

»Der Wal macht nach wie vor Anstalten, loszuschwimmen«, sagte Maack. »Wir hoffen daher, dass er sich selbst befreit.« So kam es dann auch.

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Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Großwale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.

aar/dpa