Der Kadaver des mehrfach gestrandeten Buckelwals bleibt nun doch auf der dänischen Insel Anholt und wird direkt am Strand obduziert. Dort liegt das Tier seit rund zwei Wochen im flachen Wasser.
»Der Wal wird im Laufe dieses Wochenendes an Land gezogen«, teilte Jane Hansen von der dänischen Umweltbehörde mit. Obduktion, wissenschaftliche Untersuchungen und Entsorgung des Kadavers sollen demnach Ende kommender Woche stattfinden.
Wal muss »vom Strand entfernt werden«
Zunächst hatten die Dänen versucht, den von Fäulnisgasen aufgeblähten Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn anschließend in einen Hafen zu bringen. Der Versuch war vergangene Woche aber gescheitert. »Das Wetter war nicht günstig für einen Transport in den Hafen von Grenaa, und der Wal hat sich bewegt und liegt nun noch näher am Land«, so Hansen. »Gleichzeitig stört der Wal weiter sehr am Strand und muss deshalb entfernt werden.«
Anwohner und Badegäste rief die Umweltbehörde erneut auf, sich von dem Tier fernzuhalten. Der Bereich rund um den Wal werde abgesperrt. »Es ist wichtig, dass das respektiert wird, denn es besteht weiter Ansteckungsgefahr«, so die Behörde.
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Nach dem Tod des Buckelwals, den manche »Timmy« und andere »Hope« nennen, war zuletzt die Sorge gewachsen, dass sein toter Körper vor der dänischen Küste explodieren könnte.
Der Buckelwal war seit Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet, zuletzt vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht. Eine private Initiative hatte den Wal ab dem 28. April in einem Lastkahn Richtung Nordsee geschleppt und vor der Nordspitze Dänemarks am 2. Mai in einer umstrittenen Rettungsaktion unter unklaren Umständen ausgesetzt.
Seit Tagen berichten zwei Reporter im Livestream von der dänischen Insel Anholt über den toten Buckelwal. Das Problem: Es passiert nichts. Warum ist es trotzdem so verdammt faszinierend? Hier lesen Sie mehr .
