SpOn 23.09.2026
15:14 Uhr

Vorpommern-Greifswald: Angeblicher Arzt erschwindelt 150.000 Euro von Frau


Liebesschwindler spielen mit dem Herz von Menschen, um an das schnelle Geld zu gelangen. Eine 65-Jährige aus Mecklenburg-Vorpommern ist auf den Betrug hereingefallen.

Vorpommern-Greifswald: Angeblicher Arzt erschwindelt 150.000 Euro von Frau

Eine Frau aus Mecklenburg-Vorpommern ist auf sogenanntes Love Scamming hereingefallen. Laut einer Polizeimitteilung  verlor die 65-Jährige aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald insgesamt 150.000 Euro.

Ein bisher unbekannter Täter hatte sie im März 2025 über ein soziales Netzwerk kontaktiert und sich als US-amerikanischer Arzt ausgegeben, der als Uno-Mitarbeiter auf dem Schiff einer Ölfirma tätig sei. Im weiteren Verlauf täuschte der Mann eine Notlage vor. Wegen einer angeblichen Scheidung seien seine Konten eingefroren worden und er müsse das Schiff verlassen. Für seine Rückreise in die USA benötige er dringend Geld, das er zurückzahlen werde. Die Frau überwies daraufhin einen Geldbetrag.

In den folgenden Monaten forderte der Unbekannte unter verschiedenen Vorwänden weitere Zahlungen. Um das Vertrauen der Frau zu gewinnen, schickte er ihr laut Polizei Fotos und Videos, die seine Angaben untermauern sollten. Schließlich kündigte er ein Paket mit einem Barscheck an. Statt des Pakets erhielt die Frau später E-Mails mit angeblichen Zollforderungen und weiteren Zahlungsaufforderungen. Insgesamt überwies sie rund 150.000 Euro. Im August 2026 brach der Kontakt plötzlich ab.

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Die Polizei warnt vor sogenannten Love-Scamming-Fällen, bei denen Täter über soziale Netzwerke oder Partnerbörsen zunächst eine emotionale Beziehung aufbauen und anschließend Geld unter dem Vorwand angeblicher Notlagen fordern. Sie rät, niemals Geld an Menschen zu überweisen, die man ausschließlich aus dem Internet kennt, und sich bei finanziellen Forderungen an Angehörige oder Freunde zu wenden.

Was Sie über die Masche Love Scamming wissen sollten, lesen Sie hier .

hba/dpa